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Treasures of the Baroque 2

Bach Discovery Day

Benjamin Righetti Orgel

Freier Eintritt
Datum:
Freitag, 2. August 2019
Spielort:
Kirche St. Jakob
Zeit:
16:30 Uhr
Türöffnung:
16:00 Uhr
Dauer:
60 min, ohne Pause
Tickets:
Freier Eintritt, Kollekte am Ausgang
Rollstuhlplätze:
076 561 21 58

16.00 Uhr
Konzerteinführung mit Frau Dr. Christine Blanken

Im Anschluss an das Konzert
«Der Orgelbauer erzählt – Geschichte und Aufbau des neuen Instrumentes» mit Simon Hebeisen (Geschäftsführer Orgelbau Goll AG, Luzern)

Könner und Kenner zugleich – Johann Sebastian Bach war seinerzeit nicht nur ein begnadeter Tastenvirtuose. Neben seinen Anstellungen als Musiker und Komponist war er ein angesehener Orgelinspektor, dessen Gutachten unter anderem in Weimar und Leipzig hoch geschätzt wurden. Schon als junger Mann konnte Bach offenbar an keiner Kirche vorübergehen, ohne sich am beherbergten Instrument zu versuchen. Im Zentrum des Rezitals stehen zwei der sechs Orgelsonaten BWV 525–530. Während seiner Zeit als Thomaskantor hatte Bach die Triosonaten für Orgel umgearbeitet, vermutlich für seinen ältesten Sohn Wilhelm Friedemann. Der bekanntere Sohn Carl Philipp Emmanuel schrieb Jahre später über die Werke, dass sie so «galant gesetzt sind, dass sie jetzt noch sehr gut klingen, und nie veraltern, sondern alle Moderevoluzionen in der Musik überleben werden». Dies beweist Benjamin Righetti nicht nur im Konzert, sondern auch in seinen Einspielungen von 2015 und 2019. Die Sonaten werden von drei Kantaten sowie Präludium und Fuge in c-Moll eingerahmt.

Im Oktober 2018 wurde in der Kirche St. Jakob in Klosters die neue Orgel aus der traditionsreichen Luzerner Firma Goll eingeweiht. Die Goll-Orgel besteht aus 1’464 individuell an die Akustik des Kirchenraumes angepassten Pfeifen und 28 Registern. Der Schwerpunkt der Disposition liegt bei einer sehr differenzierten Grundstimmen-Palette, die besonders für das Begleiten (Gemeinde, Chor, Solisten) wunderbare Einzelfarben und «Fonds»-Registrierungen bereithält. Dazu kommen zahlreiche charaktervolle Pfeifenreihen, die subtil aufeinander abgestimmt und in den unterschiedlichsten Kombinationen verwendbar sind.

Der Schweizer Benjamin Righetti widmet das Konzert der Königin der Instrumente und erinnert dabei ein wenig an Bach selbst: Der junge preisgekrönte Solist ist in Bern als Organist der Französischen Kirche und Inspektor der Kultur-Casino-Orgel tätig.

Johann Sebastian Bach
(1685–1750)  
Präludium c-Moll, BWV 546/1   
«Christ, unser Herr, zum Jordan kam», BWV 684    
Orgelsonate (Triosonate) Nr. 5 C-Dur, BWV 529
«Vater unser im Himmelreich», BWV 682  
Orgelsonate (Triosonate) Nr. 6 G-Dur, BWV 530
«Christ lag in Todes Banden», BWV 4
Fuge c-Moll, BWV 546/2