Familienkonzert mit Titel

Tino Flautino und der Kater Leo

Maurice Steger (Blockflöte & Leitung) und Nikolaus Schmid (Erzähler) sind die Hauptakteure beim diesjährigen Familienkonzert am 30. Juli (17.00 Uhr) im Konzertsaal der Arena Klosters.

Das Familienkonzert im letzten Jahr bei Klosters Music war eine Premiere – und gleich ein voller Erfolg. Grund genug, das mit viel Begeisterung angenommene Format in diesem Jahr fortzusetzen. Wie bei einem echten Sinfoniekonzert wird dieses Mal der Konzertsaal der Arena Klosters zum Schauplatz von Tino Flautinos Abenteuer. Nur ist man so nah am Geschehen wie letztes Jahr im Alten Primarschulhaus. Vor den Stühlen werden Matten ausgelegt und Turnbänkli aufgestellt. Und ein Gratis-Glacé gibt es nach dem Musikgenuss auch wieder.

König Tino Flautino hat keine Lust mehr zu regieren, sondern möchte lieber musizieren. Deshalb überlässt er das Zepter seiner Frau und widmet sich ganz dem Flötenspiel. Beim Spazierengehen im Schlosspark findet er ein Notenbündel. Aber das letzte Notenblatt des Musikstücks fehlt. Die lange, abenteuerliche Suche nach den verlorenen Klängen beginnt. «Tino Flautino und Kater Leo» ist die neueste Geschichte der Märchenautorin Jolanda Steiner in der erfolgreichen Tino-Flautino-Reihe, mit der Maurice Steger klassische Musik einem jungen Publikum (geeignet für Kinder ab 6 Jahren) näherbringt. Gemeinsam mit dem Erzähler Nikolaus Schmid, der im letzten Jahr bei Klosters Music schon Camille Saint-Saëns‘ «Karneval der Tiere» lebendig machte, und Mitgliedern des La Cetra Barockorchesters Basel unternimmt der Schweizer Flötist eine musikalische Reise. Mitbringen müssen die Kinder nur ihre Fantasie.

Tino Flautino hat für seine Reise einen Zauberteppich zur Verfügung, mit dem er überall hinfliegen kann, sobald seine Flugmusik, der erste Satz aus dem Blockflötenkonzert in C-Dur von Georg Philipp Telemann, erklingt. Das erste Ziel ist Leipzig, wo der königliche Flötist auf den bekannten Komponisten Johann Sebastian Bach trifft. Der kann ihm leider keinen Tipp geben – zumindest darf Tino aber ein paar Takten seines Cembalokonzertes in d-Moll lauschen. Vom Osten geht es in den Westen direkt nach Versailles in das Schloss von Ludwig XIV. Dort tanzt der Sonnenkönig gerade mit seinem Hofkomponisten Jean-Baptiste Lully. Dieser kann Tino Flautino aber genauso wenig helfen wie Georg Friedrich Händel in London. Ganz umsonst ist die Reise jedoch nicht, weil er unterwegs wunderbare Musik kennenlernen kann wie Lullys farbigen «Marche pour la cérémonie des Turcs» oder Händels Blockflöten-Konzert in F-Dur. Erst Kater Leo Leonardo in Neapel bringt Tino Flautino auf eine heisse Spur. Sie führt ihn zur letzten Station der Reise: Antonio Vivaldi in Venedig. Die Geschichte spitzt sich zu. Es gibt einen Diebstahl und sogar eine Verfolgungsjagd. Ob Tino Flautino am Ende das fehlende Notenblatt des Concertos in a-Moll des neapolitanischen Komponisten Domenico Sarro findet, wird nicht verraten. Sicher ist jedenfalls, dass die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer bei «Tino Flautino und der Kater Leo» auf spielerische Weise einen lehrreichen, kurzweiligen Rundgang, oder besser gesagt Rundflug durch die europäische Musikgeschichte erleben werden. Und neben den bereits erwähnten Komponisten noch viele weitere kennenlernen wie Leonardo Leo, John Baston und Giuseppe Sammartini. Wolfgang Amadeus Mozart, von dem Auszüge aus dem ersten Satz seiner «Kleinen Nachtmusik» erklingen, ist dem einen oder anderen vielleicht auch schon bekannt.


TINO FLAUTINO UND KATER LEO
30. Juli, 17.00 Uhr, Konzertsaal, Arena Klosters

Maurice Steger (Blockflöte & Leitung), Nikolaus Schmid (Erzähler), Ensemble des La Cetra Barockorchester Basel