3 Fragen an Ada Pesch
Konzertmeisterin & Leitung beim Konzert «Tänzerische Freude»
In Antonio Vivaldis Konzert für Violine, Orgel und Streicher in G-Dur sind Sie auch als Solistin zu hören. Ist Ihr Solopart selbstständig?
Das Werk hat Johannes Berger vorgeschlagen – ich kannte es vorher nicht. Beim Blick in die Partitur sehe ich aber, dass sowohl die Violine als auch die Orgel solistische Passagen haben, wir aber auch öfters im direkten Dialog agieren und gemeinsam spielen. So erhält das Konzert ganz verschiedene Farben.
Jean-Philippe Rameaus Orchestersuite aus der Ballettoper «Pygmalion» erzählt von einem Bildhauer, der sich in eine vom ihm geschaffene Statue verliebt. Wie unterscheidet sich die Musik von Rameau von der Vivaldis?
Französische Barockmusik hat den höfischen Tanz zur Grundlage – das ist auch bei dieser Suite so. Virtuosität spielt keine so grosse Rolle wie bei Vivaldi. Eleganz und Klarheit sind viel wichtiger.
Sie waren bereits im letzten Jahr mit dem Orchester La Scintilla zu Gast in Klosters. Wie hat Ihnen das Konzert in der Kirche St. Jakob gefallen?
Sehr gut – sonst würden wir nicht wiederkommen (lacht). Ich mag es, abseits der grossen Zentren zu konzertieren. Das Publikum war bei unserem Auftritt ganz konzentriert und wohlwollend. Und die Akustik in der Kirche ist wirklich fantastisch.
Zum Konzert vom 13. Februar 2026