Peter und der Wolf
Mit Illustrationen und zusätzlicher Musik
Das Familienkonzert präsentiert Sergej Prokofjews «Peter und der Wolf» mit dem City Light Chamber Orchestra unter Kevin Griffiths in einer ganz besonderen Version
Nur vier Tage brauchte Sergej Prokofjew für sein musikalisches Märchen «Peter und der Wolf». Komponiert hat er die selbst verfasste Geschichte für das Moskauer Kindertheater und seine Leiterin Natalija Saz, die in der Uraufführung im Jahr 1936 die Rolle der Erzählerin einnahm. Der russische Komponist bringt darin den Kindern auf spielerische Weise die Instrumente des Orchesters bei. Die Streicher spielen die Erkennungsmelodie von Peter. Die Querflöte steht für den Vogel, die Oboe für die Ente, das Fagott für den Grossvater, die drei Hörner für den Wolf und schliesslich die Pauken für die Gewehrschüsse der Jäger.
Besonders ist die Aufführung im Rahmen von Klosters Music, weil zu «Peter und der Wolf» Illustrationen von Roger Krütli in Anlehnung an traditionelle Scherenschnitte auf Grossbildleinwand gezeigt werden, die die Geschichte in die Bündner Bergwelt versetzen. «Ich sehe die illustrative Begleitung als fein animiertes Bilderbuch. Sanfte Animationen wie Lichteffekte, Farbüberlagerungen und Bewegung unterstützen die Szenen. Die Animationen werden aber ganz dezent eingesetzt», sagt der in der Nähe von Zug lebende Illustrator und Agenturinhaber. Ein Bezug zur Gegenwart wird besonders durch die Kleidung Peters geschaffen, so dass sich die Kinder noch stärker mit dem mutigen Jungen identifizieren können. Das Märchenhafte soll aber erhalten bleiben.
Bevor die musikalische Geschichte beim Familienkonzert von Klosters Music am 30. Juli 2025 um 15 Uhr im Konzertsaal der Arena Klosters beginnt, stellt das City Light Chamber Orchestra und sein Dirigent Kevin Griffiths noch andere Instrumente vor – zum Beispiel die Trompete mit der schönen Ballade «Abbiamo Vinto» aus dem Film «La vita è bella» (Das Leben ist schön). Auch das farbige «Flying Theme» aus Steven Spielbergs 1982 gedrehtem Erfolgsstreifen «E.T. – der Ausserirdische» und der Walzer aus «Finding Neverland» (Peter Pan) sind bei der spannenden Einführung zu hören.
Wie bei den letzten zwei Familienkonzerten sind die Kinder auf Turnmätteli und Turnbänkli nah am Geschehen dran und können mitfiebern, ob Peter wirklich am Ende den bösen Wolf fängt. Und bekommen danach zur Belohnung für den Nervenkitzel ein Glacé geschenkt.