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Sir András Schiff bei Klosters Music 2021 © Marcel Giger
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David Whelton © Yanik Bürkli

Einzigartige Einblicke: Sir András Schiff im Gespräch mit David Whelton

Insgesamt acht wundervolle und inspirierende Konzerte durften wir am Klosters Music 2021 geniessen. Sowohl das abwechslungsreiche Programm als auch die versierten Interpretinnen und Interpreten vermochten das Publikum Abend für Abend mit einzigartigen und ausdrucksstarken Darbietungen zu begeistern. Und so dürfte auch vielen von uns und unseren Gästen das ebenso meisterhafte wie sensible Rezital von Sir András Schiff vom 5. August in nachhaltiger Erinnerung geblieben sein. Der künstlerische Leiter von Klosters Music, David Whelton, hat mit Sir András Schiff ein ausführliches «Kamingespräch» geführt, welches uns einen vertieften Einblick in die Arbeit und in das Leben des weltbekannten Pianisten eröffnet.

Für junge Pianisten war Sir András Schiff’s Aufführung des d-Moll Konzertes von Johann Sebastian Bach an der «Leeds Piano Competition» im Jahre 1975 eine Offenbarung. Da war ein ebenso junger wie brillanter Pianist, der sich nicht darum kümmerte, ob eine Jury wohl am ehesten von der Aufführung eines der grossen romantischen Klavierkonzerte beeindruckt wäre. Es waren die geistige Unabhängigkeit und die gedankliche Klarheit, welche von Anbeginn an die Markenzeichen von Sir András Schiffs Karriere wurden. Der Rest ist, wie man sagt, Geschichte: Sir András Schiff erreichte einen ungeheuerlichen Einfluss auf die Musikwelt und hat ein enges Verhältnis zu seinem Publikum in London, insbesondere zu jenem der «Wigmore Hall», einem der weltweit erlesensten Orte für Kammermusik, entwickelt. Schiff fühlte sich in London zu Hause. Vielleicht hat die Präsenz von George Malcolm, einem seiner Mentoren, der damals eine wichtige Figur in der Musikszene in London war, wesentlich dazu beigetragen. Nach meiner Ernennung 1987 als Direktor des Philharmonia Orchestra gehörte es zu meinen Prioritäten, Sir András dazu einzuladen, regelmässig mit dem Orchester zu spielen. Für mich war es ein Glücksfall, dass Sir András Schiff ein Bewunderer von Otto Klemperer, dem musikalischen Vater der Philharmonia, war. In Terry Harrison wiederum hatte er einen sensiblen Manager, der mir dabei half, Sir András Schiff vom Potential dieser Partnerschaft zu überzeugen. Weiter war es dienlich, dass es mir gelungen ist, mit dem grossen deutschen Dirigenten Kurt Sanderling einen Musiker zur Philharmonia zu holen, der in derselben Tradition wie Klemperer stand.

Was folgte, übertraf unsere kühnsten Erwartungen. Sir András Schiff’s Konzerte waren sozusagen die Highlights der Londoner Saison. Die Programmplanung erfolgte normalerweise beim gemütlichen Lunch im Bombay Palace, die übrige Zeit verbrachten wir mit der Entwicklung von zyklischen Projekten zu Bach, Haydn, Mozart und Beethoven. Diese Arbeitsweise gab Sir András Schiff den Freiraum für seine künstlerischen Ideen und zugleich die Möglichkeit, das Orchester direkt zu leiten. Es war ausserordentlich inspirierend, mit ihm zu arbeiten. Seine musikalischen Ideen waren zwingend, die Konzerte voller Energie und Lebensfreude. Mit ihm hatten die Musiker das Gefühl, wirklich miteinander Kammermusik zu machen und freuten sich somit auf jede Zusammenarbeit. Mit seinem immensen Repertoire an Witzen war und ist er zusammen mit seiner Gattin Yuko stets auch ein wundervoller Gast bei den Abendessen nach den Konzerten. 1991 hatte ich die Ehre, Mitglied im Gremium des bemerkenswerten «IMS Prussian Cove» Seminars zu werden, welches von Sir András Schiffs Freund und Kollege, dem ungarischen Violinisten Sandor Vegh ins Leben gerufen worden war. Hier konnte ich seinen Zugang zur jungen Generation erleben, der er dabei seine musikalischen Ideale mit auf den Weg gab. Als Europäer, verwurzelt in den höchsten kulturellen Werten, gibt er den jungen Musikern eine Sichtweise auf die Welt, die für Musiker, die ihre eigene musikalische Identität finden müssen, von unschätzbarem Wert ist. Und so ist es mir als musikalischem Leiter von Klosters Music eine Ehre und eine Freude zugleich, Sir András Schiff nach Klosters einzuladen. Waren seine Konzerte bereits in London ein besonderes Ereignis, ist es eine ausserordentliche Erfahrung, die musikalische Grösse eines der wichtigsten Pianisten unserer Zeit in der natürlichen Schönheit der schweizerischen Alpen zu erleben.

David Whelton, 28/05/2021


David Whelton: Die letzten 18 Monate waren ausserordentlich schwierig für die Kunst, fast alle Konzerte wurden abgesagt. Sie konnten einige Konzerte spielen, dennoch, wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Sir András Schiff: Um ehrlich zu sein: Ich habe diese Zeit nicht genossen. Obwohl es auch gut war, einmal zu Hause zu sein und etwas Ruhe zu finden. Dennoch: Ich hatte sozusagen meinen Lebensrhythmus verloren. Die tägliche Notwendigkeit zu arbeiten und zu üben war weg. Es schien, als gäbe es keine Energie mehr, keine Ziele und somit keine Motivation. Da war ein echter Mangel an Adrenalin und eine gewisse Gefahr von Depression. Da ich aber ein sehr disziplinierter Mensch bin, habe ich es geschafft, jeden Tag aufzustehen und zu üben. Aber einfach war es in der Tat nicht. Natürlich hat die Situation auch ihr Gutes mit sich gebracht: Ich habe beispielsweise angefangen zu kochen und mir ein kleines aber ausserordentlich schmackhaftes Repertoire von ungarischen Spezialitäten erarbeitet.

Viele Künstler haben während des Lockdowns begonnen, ihre Konzerte zu streamen. Gerade die Wigmore Hall Konzertreihe, in der Sie auch gespielt haben, hat grossen Anklang gefunden und hat ein breites Publikum erreicht. Spielt Streaming in Zukunft noch eine Rolle, wenn sich der Konzertbetrieb wieder normalisiert oder ist dies nur ein Phänomen, um Musik live verfügbar zu machen, weil die Konzerthäuser geschlossen wurden?

Die Wigmore Hall hat eine perfekte Infrastruktur, die Kameras und die Mikrophone irritieren nicht, denn man nimmt sie schlicht nicht wahr. Andernorts ist das eine recht bunte Mischung, da habe ich auch einige schreckliche Erfahrungen gemacht. Musik ist keine visuelle Kunst. Man kann die Augen schliessen und einfach nur zuhören. Natürlich hat ein Konzert auch visuelle Aspekte, sie sind allerdings nicht das Wichtigste. Das ist etwas, was die meisten Leute von Film und Fernsehen nicht verstehen. Sie haben keinen Zugang zur Essenz der Musik und fragen sich ständig, wie sie die Musik für den Zuschauer „interessant“ machen könnten. Anstatt den Musikern und der Musik zu vertrauen, unterbrechen sie den natürlichen Fluss mit ständigen Wechseln des Kamerawinkels. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, aber es ist fast die Regel. Für die Zukunft hoffe ich also, dass wir Schritt für Schritt zu Konzerten mit Live-Publikum zurückkehren können. Obwohl es ein längerer Prozess sein wird, zuerst mit beschränkter Zuschauerzahl. Wenn man aber zugleich das Streaming beibehält, um so besser. Zumal: Für mich ist es angenehmer, in der Wigmore Hall oder im Teatro Olimpico in Vicenza zu spielen und das Konzert wird nach Australien oder in die USA gestreamt, als dass ich dahin Reise und den Albtraum des derzeitigen Reisens durchleben muss.

Alle mit denen ich gesprochen habe, sagten, sie hätten es vermisst, live zu spielen. Ich glaube, dass die Kommunikation zwischen Musikerinnen und Musikern und dem Publikum ein wesentlicher Teil unseres Erlebens der Musik ist und somit auch nicht ersetzt werden kann. Denken Sie, dass dies einer der Gründe ist, warum wir so sehr an der Live-Aufführung hängen und warum sie sowohl für die Interpreten als auch für das Publikum so wichtig ist?

Live-Konzerte sind absolut unersetzlich. Sie sind eine gemeinsame Erfahrung. Es ist ein «Hier und Jetzt», morgen wird es wieder anders sein.

Zahlreiche Musikerinnen und Musiker haben mit verschiedensten Formaten experimentiert, um während der letzten 18 Monate live spielen zu können. Gibt es aus Ihrer Sicht Formate, die man beibehalten sollte oder müsste man so schnell als möglich zu den konventionellen Formaten zurückkehren?

Darüber müssen wir ebenso sorgfältig wie auch dringlich nachdenken. Denn es wird schwierig sein, die Menschen zurück in die Konzertsäle zu bringen. Obwohl offensichtlich ist, wie sehr ihnen die Kunst und die Musik gefehlt haben. Aber die Angst wird noch eine Weile da sein. Die Art, wie wir in Konzerte gehen, folgt Regeln und Konventionen, die steif und  altmodisch sind und das müssen wir hinterfragen, wenn wir auch für jüngere Menschen attraktiv sein wollen.

Erlauben Sie mir, an dieser Stelle einige Beispiele zu machen: Wir Musiker sind dazu angehalten, ein, zwei, oder mehr Jahre im Voraus ein präzises Programm zu kommunizieren. Die Öffentlichkeit soll genau wissen, was wir spielen werden. Aber ist das wirklich eine gute Sache? Wie soll ich wissen, was ich am 6. August 2025 Lust habe zu spielen? Soll das Publikum wirklich alles zum Vornherein wissen? Können wir hier nicht ein wenig mehr Fantasie haben, etwas mehr Überraschung, etwas mehr Flexibilität? Ich würde meine Programme am liebsten spontan auf der Bühne kommunizieren und im Vorfeld vielleicht lediglich die Namen der Komponisten ankündigen. Sicherlich ist das an einem Klavierabend möglich, nicht aber dann, wenn es um Opern und Sinfonien geht. Ausserdem können wir heute nicht mehr davon ausgehen, dass das Publikum so viel über die Musik weiss wie einst, als die Amateur-Musik im häuslichen Rahmen intensiv gepflegt wurde. Entsprechend könnten wir damit also das Konzert auch zu einer lehrreichen Erfahrung machen, indem wir über die Kompositionen sprechen und das Publikum dazu einladen, zuzuhören. Sicherlich muss dies subtil geschehen. Weniger ist hier mehr.

Was war ihre erinnerungswürdigste musikalische Erfahrung in den letzten 12 Monaten? Und: Welches ist das bemerkenswerteste Buch, das sie während des Lockdowns gelesen haben?

Wie Sie wissen war Johann Sebastian Bach schon immer mein Lieblingskomponist. Er ist in jeder Hinsicht einzigartig. Wenn ich seine grösste Leistung benennen müsste, so wäre es die Kunst der Fuge. Und tatsächlich: Es ist DAS grosse Werk von ihm, das ich bis heute nicht einstudiert habe. In diesem Sinne hat die Covid-Krise auch ihr Gutes, denn jetzt habe ich Zeit, mich ausschliesslich diesem Werk zu widmen. Wobei: Es wird viele Jahre dauern. Die Pandemie hoffentlich nicht. Was die Literatur anbelangt, lese ich gerade Proust. Und zwar in vier Sprachen: Französisch (meine schwächste), Englisch, Deutsch und Ungarisch. Eine Erfahrung, die das Leben verändert.

Um vom Thema «Lockdown» wegzukommen: Ich kann mich daran erinnern, dass Sie länger über Otto Klemperer gesprochen haben, als Sie bei meinem alten Orchester in London zu Gast waren. Welche anderen Musiker waren oder sind noch immer massgebend für Sie?

Ja, Klemperer. Je älter ich werde, desto tiefer bewundere ich ihn. Auch im Vergleich zu Furtwängler, Bruno Walter und Toscanini. Er kennt keine Eitelkeit, andere haben viel davon. Kein Ego, nichts. Er dient nur dem Komponisten und dem Werk. Seine Missa Solemnis, sein Fidelio, seine Jupiter Sinfonie, ich könnte die Aufzählung nahezu endlos fortführen. Weitere Künstler aus früheren Zeiten, die ich verehre, sind Casals, Adolph Busch und Joseph Szigeti. Bei den Pianisten sind es Schnabel, Edwin Fischer und auch Annie Fischer.

Ihre Auftritte sind sowohl für ihren Ernst als auch für ihre pure Spielfreude bekannt. Wenn wir etwas nach vorne schauen wollen: Sehen sie, dass die jüngere Generation diese Werte in sich aufnimmt?

Es sind keine guten Zeiten, um Kunst zu machen. Es ist eine schwierige Zeit für die darstellenden Künste. Es gibt keinen Mangel an Talenten und viele Pianisten spielen enorm gut, schnell, laut und fehlerlos. Das sind messbare Elemente. Aber das ist noch keine Technik, das ist Effizienz, das ist Mechanik. Technik ist viel mehr: Eleganz, Fantasie, Vorstellungskraft, Klangqualität, Millionen von Farben. Integrität wiederum meint den äussersten Respekt vor dem Komponisten, Texttreue, aber auch das Wissen darum, wie man einen Text liest. Es ist wie mit alten Manuskripten. Man muss sie genau lesen, dann aber zum Leben erwecken. Musikalische Notation ist nicht perfekt. Weit davon entfernt. Es gibt so viele Feinheiten, die gar nicht aufgeschrieben werden können.  Es geht um die Kunst des Timings. Das kann man nicht lehren. Und ja: Die Freude an der Musik!  Es ist viel einfacher, die Menschen zum Weinen zu bringen, als zum Schmunzeln oder zum Lachen. Die Musik ist ein grosses Privileg und eine Freude, und es ist wundervoll, sie mit anderen zu teilen.

 

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KLOSTERS MUSIC 30. JULI – 7. AUGUST 2022

In seiner vierten Ausgabe feiert Klosters Music das 800-jährige Gründungsjubiläum von Klosters mit einer faszinierenden musikalischen Zeitreise von der Frührenaissance bis in die Gegenwart. Das Eröffnungskonzert steht ganz im Zeichen der Romantik: Das Münchener Kammerorchester unter der Leitung von Pablo Heras-Casado spielt Mendelssohns «Italienische Sinfonie» gefolgt von Robert Schumanns Klavierkonzert mit dem Schweizer Pianisten Francesco Piemontesi als Solist. Das Freiburger Barockorchester – zum ersten Mal in Klosters zu Gast – interpretiert  Meisterwerke aus dem Barock und der frühen Klassik, und am Nationalfeiertag tritt das «Ensemble Philharmonix – The Vienna Berlin Music Club» mit einem erfrischenden Mix aus Klassik, Jazz, Folk und Pop auf. In der Kirche St. Jakob entführen der Flötist Maurice Steger und die spanische Sopranistin Nuria Rial das Publikum ins Hochmittelalter und damit in die Gründerzeit von Klosters.

Das zweite Wochenende der Konzertreihe Klosters Music beginnt mit einem besonderen Ereignis, das daran erinnert, dass Klosters im 20. Jahrhundert mit seinen Filmstargästen auch als «Hollywood on the Rocks» bezeichnet wurde. Inspiriert von jener Zeit wird das Musical «Singinʼ in the Rain» mit Gene Kelly auf Grossleinwand gezeigt, wiederum mit Live-Orchestermusik des Luzerner City Light Symphony Orchestra. Das Mozarteumorchester Salzburg unter der Leitung von Riccardo Minasi bringt neben der Ouvertüre zu Mendelssohns «Ein Sommernachtstraum», Haydns Sinfonie Nr. 104 und das Violinkonzert von Brahms mit Arabella Steinbacher zur Aufführung. Den krönenden Abschluss der Konzertreihe 2022 bildet das Klavierrezital mit Sir András Schiff.

Reservieren Sie sich heute schon die Daten von Samstag, 30. Juli bis Sonntag, 7. August 2022. Der Online-Ticketvorverkauf startet voraussichtlich am 1. März 2022. Schriftliche Vorbestellungen sind ab Dezember 2021 via Flyer möglich.

Grosser Erfolg für Klosters Music

Vom 31.7. bis zum 8.8. fand in Klosters unter dem Motto «Heimat. My Homeland» zum dritten Mal die klassische Konzertreihe Klosters Music statt. Das Publikum erlebte eine spannungsvolle und energiegeladene Reise in die faszinierende und reichhaltige Welt der böhmischen Musik aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Interpretinnen und Interpreten der acht Konzerte bedachten die über 3’000 Zuhörerinnen und Zuhörer vor nahezu ausverkauften Rängen mit ebenso unvergesslichen wie einzigartigen musikalischen Momenten.

Die Planung und Durchführung von Klosters Music war auch in diesem Jahr pandemiebedingt mit hohen Risiken verbunden. Dennoch konnten Publikum und Organisatoren mit musikalischem Hochgenuss und einem reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen belohnt werden. Die Konzertreihe hat sich auch in diesem Sommer als qualitatives Highlight in der Schweizer Klassiksaison sowie als ebenso grosse Bereicherung für die Destination Klosters erwiesen. Im Rahmen der attraktiven Programmgestaltung des künstlerischen Leiters David Whelton, ehemaliger Direktor des Londoner Philharmonia Orchestra, wurde ein wahres Feuerwerk der Musikgeschichte gezündet. Die internationalen Stars Sir András Schiff (Piano), Christian Tetzlaff (Violine), Steven Isserlis (Cello), Hanno Müller-Brachmann (Bassbariton) und die Sopranistinnen Giulia Semenzato und Julie Fuchs liessen ein begeistertes Publikum mit spürbarer Unmittelbarkeit und Intensität an den hochkarätigen musikalischen Darbietungen teilhaben. Nebst zahlreichen Solodarbietungen, Ensembles und kleineren Orchesterwerken waren auch grossbesetzte Sinfonien von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonín Dvořák sowie Johannes Brahms zu hören.

Hochauflösende Medienbilder können hier heruntergeladen werden.

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Kammerorchester Basel unter der Leitung von Jakub Hrůša beim Eröffnungskonzert © Marcel Giger
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Giulia Semenzato und Hanno Müller-Brachmann beim Eröffnungskonzert von Klosters Music © Marcel Giger
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Rudolf Lutz und Sévérine Payet, Orgelrezital Klosters Music © Marcel Giger
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Sir András Schiff © Marcel Giger
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Arena Klosters © Marcel Giger
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Christian Tetzlaff bei Klosters Music © Marcel Giger
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Steven Isserlis bei Klosters Music 2021 © Marcel Giger
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Cinema Paradiso mit dem City Light Symphony Orchestra und Thiago Tiberio © Marcel Giger

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Gerne möchten wir einen Artikel von Christian Albrecht teilen, welcher am 5. August in der Südostschweiz über das Konzert «Zeitlose Pracht» erschienen ist: Hier geht es zum Artikel

Eine Premiere der besonderen Art: Cinema Paradiso

Am letzten Abend von Klosters Music 2021 gibt es ganz grosses Kino: Auf Grossleinwand ist der zeitlose Filmklassiker «Cinema Paradiso» des sizilianischen Meisterregisseurs Giuseppe Tornatore (*1956) zu sehen. Das Oscar-prämierte Werk widmet sich in seiner sensiblen und elegischen Bildsprache der Geschichte des fiktiven sizilianischen Regisseurs Salvatore und des kleinen Fischerdorfes seiner Kindheit. Inzwischen international bekannt, kehrt Salvatore in seine ländliche Heimat zurück, um an der Beerdigung des hiesigen Filmvorführers Alfredo teilzunehmen. Die Rückkehr, ausgelöst durch den Tod des väterlichen Freundes, dem Salvatore in seiner Jugend bei den Filmvorführungen zur Hand gehen durfte, führt ihn zurück in die Welt der Erinnerungen und die Bilder seiner Kindheit. Die Musik zur cineastischen Trouvaille aus dem Jahre 1988 stammt aus der meisterlichen Hand des Komponisten Ennio Morricone und seines Sohnes Andrea Morricone. Der 1928 in Rom geborene und 2020 ebenda verstorbene Morricone arbeitete unter anderem mit Sergio Leone («Spiel mir das Lied vom Tod») und Bernardo Bertolucci, Federico Fellini sowie Pier Paolo Pasolini zusammen. Er prägte die italienische Filmmusik wie kein anderer. In Klosters wird die wundervolle Musik zum Film live durch das Luzerner City Light Symphony Orchestra gespielt, Leitung: Thiago Tiberio. Tickets (ab CHF 45) können hier erworben werden.

Eines der grössten Werke für Cello 

Am Abend des 7. August hören wir den sensiblen britischen Cellisten Steven Isserlis und Die Deutsche Kammerphilharmonie mit Dvořáks 1895 in Amerika komponiertem Konzert für Violoncello.  Das Werk gilt als eine der grössten Kompositionen, welche überhaupt je für dieses Instrument geschrieben wurden. Johannes Brahms dessen 1. Sinfonie am 7. August ebenfalls zur Aufführung kommt, soll, nachdem er die Partitur gelesen hatte, begeistert ausgerufen haben: «Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann? Hätte ich es gewusst, hätte ich schon vor langer Zeit eines geschrieben!» Beginnt der erste Satz mit dem einprägsamen Hauptthema, entwickelt sich zwischen dem spät einsetzenden Cello und dem Orchester alsbald ein melodischer Dialog. Der zweite Satz, geprägt von Sehnsucht und Heimweh, zitiert Melodien aus «Lasst mich allein», dem Lieblingslied von Dvořáks im Frühjahr 1895 verstorbener Schwägerin. Gibt sich der dritte Satz zu Anfang gelassen, steigert er sich zunehmend zu einem faszinierenden Wechselspiel von Tempo, Ruhe und Intensität, um in feinfühliger Ahnung schmerzvoller Sehnsucht sanft zu verklingen.

Klosters Music konnte im Vorfeld des Konzertes mit dem bekannten Cellisten unter anderem über das Cellokonzert von Dvořák und die Zusammenarbeit mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und  sprechen.


Über das Cellokonzert von Dvořák und seinen Platz in den heiligen Hallen des Repertoires wurde schon viel geschrieben. Was macht es aus ihrer Sicht zu einem derart grossen Werk?

Das Konzert von Dvořák war, so meine ich mich zu erinnern, das erste Stück klassische Musik in das ich mich wirklich verliebt habe – also habe ich sehr lange damit gelebt! Und heute liebe ich es sogar noch mehr als damals. Es steckt alles darin: Heroik, Freude, Tragik, eine Fülle herrlicher Melodien 

und eine volkstümliche Einfachheit, die es erlaubt, direkt aus dem Herzen zu sprechen.

Was hat es mit ihrer musikalischen Beziehung zum Deutschen Kammerorchester Bremen auf sich? Was macht sie so speziell?

Das Deutsche Kammerorchester Bremen ist ein sehr, sehr spezielles Orchester. Ein jedes Mal, wenn ich mit ihnen spiele, ist es, als würden wir Kammermusik spielen. Jedes Mitglied des Orchesters ist absolut der Musik verpflichtet, die wir gerade spielen. Aussergewöhnlich!

Welches Buch haben sie während des Lockdowns am liebsten gelesen?

Nun ja…ich habe ziemlich viel gelesen. Romane, Agenten-Trhiller, Sachbücher, etc. 

Da es viele Bücher waren, die von Leuten die ich kenn geschrieben wurden und ich niemanden beleidigen will, wenn ich ihn oder sie nicht aufzähle, erwähne ich an dieser Stelle nur Silas Marner von Goerge Eliot. Was für ein grossartiger Schriftsteller!

Ihr Online-Meisterkurs war enorm beliebt. Ist das ein Format, das sie auch in Zukunft anbieten werden?

Ich bevorzuge Live-Kurse. Aber ich bin froh, wenn sie aufgezeichnet werden.  Es macht mir so viel Spass, mit jungen Leuten zu Arbeiten. Es ist eine Pflicht und eine grosse Freude zugleich.

Eine grosse Stimme erklingt in der bukolischen Berglandschaft

Nach einem erfolgreichen Eröffnungswochenende beginnt die Konzertwoche mit einem Abend, der ganz der prachtvollen Musik des Barock gehört. Zu Gast in Klosters sind das Zürcher Orchestra La Scintilla und die französische Sopranistin Julie Fuchs. Klosters Music hat im Vorfeld des Konzertes mit der Solistin des Abends gesprochen.


Wann und warum haben Sie entschieden, Ihr Leben der Musik zu widmen?

Entschieden habe ich das nie! Schon als Kind liebte ich es, zu tanzen und nahm zugleich Violinunterricht. Das war meine Einführung in die Musik. Einige Jahre später trat ich dann einem Kinderchor bei und richtete meinen Fokus auf den Gesang, welchen ich mehr liebte. Ich habe weiter Musik- und Theaterunterricht genommen, um zu sehen, wohin es mich zieht. Aber einen Punkt, an dem sich sagte «das ist meine Profession!» gab es eigentlich nie. Ich habe mich einfach treiben lassen und habe das getan, was ich liebe.

Was ist ihre Beziehung zu den Werken, die sie in Klosters singen?

Die Barockmusik war immer Teil meines künstlerischen Lebens. Ich denke, sie ist der eigentliche Beginn des «bel canto». Sie berührt mein Herz direkt. Es ist ein Stil, welcher den Interpreten eine grosse Freiheit lässt. Und ich liebe Freiheit.

Was sind ihre musikalischen Träume für die Zukunft? Gibt es bestimmte Werke, die sie singen möchten? Und wenn, warum?

Ich bin sehr glücklich, dass ich bereits einige meiner Traumrollen singen durfte. Und mehr dieser Traumrollen werden in der Saison 2021/22 kommen: Die «Julia» in «Romeo und Julia» und die «Mélisande» in «Pelléas et Mélisande». Generell versuche ich mein Repertoire breit zu halten, Mozart und «bel canto» sind eine Priorität. Eines Tages möchte ich «Manon» und die «Violetta» singen. Aber ich muss schauen, wie sich meine Stimme entwickelt!

Worauf freuen sie sich in Klosters?

Als ich Mitglied des Ensembles des Opernhauses Zürich war, habe ich mich in die Schweiz verliebt. Es hat mir Spass gemacht, verschiedene Regionen zu entdecken und an diversen Orten in diesem schönen Land aufzutreten. Meistens sind die Opernhäuser in den grossen Städten, aber ich bin gerne in der freien Natur. Es freut mich also sehr, in solch einer bukolischen Umgebung inmitten der Berge zu sein und die Musik, die sich liebe mit dem Publikum zu teilen.

Möchten Sie noch etwas hinzufügen?

Ich beginne meine Saison mit «Poppea» in «L’incoronazione di Poppea» in einer meiner Lieblingsporduktionen überhaupt unter Calixto Bieito. All jenen, die in Klosters oder nahe bei Zürich leben und mich in der Oper sehen möchten, kann ich dieses Stück wärmstens empfehlen. Hier ist der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=tyZqSr8Z-Ho

«Überschaubare Unendlichkeit»

Dass die Welt der Musik und die Entwicklungen innerhalb des musikalischen Universums eine nahezu unendliche Dimension umfassen, wird bereits anhand des diesjährigen Programms von Klosters Music klar. Inwiefern diese Unendlichkeit aber auch den Aspekt des «Überschaubaren» in sich trägt, beschreibt der Musiker und Komponist František Janoska, der uns mit seinem virtuosen Ensemble am 1. August beehren wird. Im nachfolgenden Interview gibt er einen vertieften und faszinierenden Einblick in die musikalischen Wurzeln des Janoska Ensembles sowie in die Position der volksmusikalischen Einflüsse in Vergangenheit und Gegenwart. Eine Lektüre des ebenso informativen wie unterhaltsamen Gesprächs lohnt sich in jedem Fall. František Janoskas Reflexionen über die böhmische Musik, seine Arrangements und seine eigenen Kompositionen bilden die ideale Basis, sich mit doppelter Vorfreude auf jene Stunden voller «Böhmischer Rhapsodien» einzulassen.

Inwiefern bedeutet für die Janoskas die Musik «Heimat» – gerade da sie sich ja intensiv mit der Musik ihrer Heimat auseinandersetzen?

Im Zusammenhang mit Musik verbinden wir mit dem Begriff «Heimat» vor allem den der Volksmusik: Darunter verstehen wir jene Melodien, die wir in der Kindheit gehört haben, die unsere Mutter uns vorgesungen hat, die wir irgendwo aufgeschnappt und nachgesummt haben – all diese Lieder, Weisen und Melodien haben wir nach wie vor im Kopf und geben sie – bewusst und auch unbewusst – heute unseren eigenen Kindern weiter. In unserer geografischen Heimat, also wo wir aufgewachsen sind, wurde slowakisch und ungarisch gesprochen: Da kam und kommt es natürlich zu musikalischen Berührungen oder auch Überschneidungen. Beispielsweise wissen wir von ursprünglich ungarischen Volksliedern, die in die andere Sprache transportiert wurden und dann – sozusagen – nicht mehr als Adaption, sondern als «eigene» Lieder verstanden wurden; umgekehrt funktionierte das natürlich auch. Beides aber – wie auch schon Kodály feststellte – verfestigt sich, hat man es mal quasi mit der «Muttermilch eingeflösst» bekommen. Dazu muss man aber auch sagen, dass wir in einer sehr musikalisch geprägten Familie aufgewachsen sind und von frühester Kindheit an die verschiedensten Musikstile kennenlernen durften. Besonders verbindet uns da auch eine grosse Vorliebe für diejenigen Komponisten, die in unserer Region gelebt beziehungsweise gewirkt haben und deshalb für uns immer schon so was wie Vorbilder waren. Dazu zählen unter anderem Franz Liszt, Bela Bartók, W. A. Mozart und Joseph Haydn. Diese Komponisten leben für uns in dieser Welt weiter und sind für uns hier und jetzt immer präsent. Das Janoska Ensemble meint mit «Heimat» ausserdem immer den Ort, wo es gerade Musik macht – wir verstehen darunter vorwiegend die Bühne. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass wir uns immer und überall von der jeweiligen Musik inspirieren lassen: Wir interessieren uns hier vorwiegend für die lokale Volksmusik, deren Rhythmen und suchen regelrecht danach, hören zu, spielen nach und bauen letztendlich das Gehörte gerne in unsere Improvisationen ein.

Inwiefern ist die Musik identitätsstiftend? Zu Hause, aber auch in der Fremde?

Vor allem die Rhythmik, also der Tanz, sind wichtige Identitätsmerkmale von Musik: Dies wird am intensivsten in der Kindheit durch und mit Kinderliedern, Reimen und Volksweisen er- und gelebt und «verwurzelt». Das ist sehr ähnlich wie beim Erlernen einer Sprache: Der Rhythmus, der Takt und die Intonation sind die Bauteile und bleiben – haben sie unsere Kindheit begleitet – immer in uns, unabhängig davon, wo wir uns später aufhalten oder uns hinbewegen.

Welche Ansätze verfolgt František Janoska in seiner Tätigkeit als Komponist im Spannungsfeld zwischen Tradition und Gegenwart?

Die slowakisch-ungarisch-österreichische Herkunft ist im kompositorischen Schaffen von František tief verwurzelt und wird unter anderem direkt thematisiert. So zum Beispiel in seiner dreisätzigen «Janoska Symphony No.1» mit den Satzbezeichnungen «Bratislava», «Wien», «Budapest». Dazu folgende Erläuterung von František: «Das Werk stellt eine Reise in drei Bildern durch Länder bzw. Städte des Donauraumes dar, von dessen langer Musiktradition ich seit Kindertagen musikalisch mitgeprägt worden bin. Die Themen sind völlig selbstständige, neue Kompositionen und ich habe – quasi als kleinen musikalischen Gruss aus meiner Kindheit – in jedem Satz ein Musikzitat als Miniatur eingebaut; also für einige Momente eine für das jeweilige Land sehr typische, bekannte Melodie. Darüber hinaus bekommt in jedem Satz ein jeweils landestypisches Instrument seinen eigenen Auftritt.» Im ersten Satz ist dies die slowakische Hirtenflöte, die Fujara, die so sicherlich erstmals in einem «klassischen» symphonischen Werk zu hören ist. Für Wien kommt die Zither zum Einsatz und im dritten Satz bekommt das exotische Tárogató seinen Auftritt: Dieses «hölzerne Saxofon» ist ein altes ungarisches Volksinstrument, das einen unvergleichlich weichen Klang besitzt.

Womit setzt František Janoska sich auseinander und warum?

Wie am Beispiel der «Janoska Symphony No.1» beschrieben, lässt sich diese musikalische «DNA» nicht nur nicht verleugnen, sondern sie bricht regelrecht im Umfeld einer neuen Komposition hervor, erwacht zu neuem Leben und präsentiert sich in einer weiterentwickelten Form. Wichtig dabei ist, eine eigene «authentische» Formel zu finden und dieser, also seinem Stil, treu zu bleiben.

Jeder Komponist hat seine eigene Schreibmethode. Die von František findet in einer sehr harmonischen Welt statt und er formuliert es am besten selbst wie folgt: «Ich bin ein Komponist des 21. Jahrhunderts, aber war und bin auch ein Romantiker.

Das heisst, ich schreibe schöne, harmonische Melodien, lasse aber – und das nicht nur bei Kompositionen für das Janoska Ensemble, sondern auch bei symphonischen Stücken – den Musikern einen grossen Freiraum, sich musikalisch einzubringen. Es gibt dafür in jeder meiner Kompositionen Improvisationsteile, die jeweils völlig frei interpretiert werden dürfen. Diese ‹persönliche Note› drückt jeder Interpretation und Aufführung ihren eigenen Stempel auf und gibt so dem Stück etwas sehr Individuelles, ja Einzigartiges. Sehr wichtig ist mir allerdings, dass immer Neues entsteht: Ich bin sozusagen offen für ‹Experimente› und will immer eine Entwicklung sehen. Sich ständig weiterzuentwickeln scheint mir generell ein wichtiger Aspekt zu sein.»

Worauf freut sich das Janoska Ensemble in Klosters?

Wir waren ja schon hier im wunderschönen Klosters und freuen uns besonders auf die Umgebung, den Eindruck der unbelasteten Natur, die herrliche Landschaft, die grünen Wiesen, das unglaubliche Panorama mit den imposanten Bergen. Erinnerlich ist uns besonders die Weite, der unglaublich grosse Raum, den man hier – von der Natur vorgegeben – erlebt: Diesen «Freiraum» setzen wir im Konzert in ebenso freie Improvisation um und geniessen einfach die so entstehenden guten Vibes in Interaktion mit dem sehr internationalen Publikum. Dazu kommen selbstverständlich die Kulinarik und die grossartige Gastfreundschaft.

Wie sieht das Ensemble die musikalische Zukunft der Verwurzelung in der Tradition der Volksmusik?

Die Volksmusik hat, wie schon erwähnt, immer einen festen Anker: Im multikulturellen Wien beispielsweise treffen viele Kulturen, Stile und letztlich Traditionen aufeinander. Die Volksmusik hat dann eine Zukunft, wenn Komponisten diese in ihre Werke einbauen und so einem breiten Publikum näherbringen. So kennen wir zum Beispiel den Tango durch Astor Piazzolla oder haben durch Carlos Jobim den Samba lieben gelernt; aber auch in der Klassik haben sich alle von der Folklore inspirieren lassen: Würden wir sonst überall auf der Welt ungarische Rhapsodien kennen, hätten nicht Liszt oder Brahms diese notiert? Wohl kaum!

Viele Komponisten, von Schubert, Beethoven oder Haydn über Dvořák, Liszt und Brahms bis hin zu Bartók, Pärt oder Lutosławski, widmeten einen beachtlichen Teil ihres Œuvres der Folklore und verarbeiteten traditionelle Melodien in ihren Werken.

Auch das Janoska Ensemble fühlt sich der Folklore verpflichtet, bekennt sich in seinen Kompositionen klar zum Volksidiom und drückt mit virtuosen Improvisationen im «Janoska Style» den Werken aus allen Herkunftsländern seinen multikulturellen Stempel auf.

Der «Janoska Style» lässt sich kaum mit einem einzigen Satz erklären – denn es würde lange dauern, alle biografischen und künstlerischen Zutaten aufzulisten, die diesen Stil ausmachen –, sondern vielleicht am ehesten wie folgt: Der «Janoska Style» ist eine neue, gemeinsam geschaffene musikalische Vision: eine Mischung aus Klassik, Jazz, Pop und anderen Stilelementen; dazu gesellt sich als vielleicht wichtigster Bestandteil des gemeinsamen Musizierens die vergessene Kunst der Improvisation in der klassischen Musik.

Wird diese Basis immer in eine neue Gegenwart finden und warum?

Bis heute hat sich dies bewährt – das musikalische Universum ist ja überschaubar unendlich, sprich: Die Musik entwickelt sich in all ihrenParametern wie etwa Instrumentierung, Soundbearbeitung und Wiedergabe, Harmonik und auch das Zusammenwirken mit anderen Medien ständig weiter. Die Volksmusik, und also auch die eigenen Wurzeln beziehungsweise die «musikalische Heimat», wird dabei immer eine wichtige individuelle Rolle spielen, denn sie erfindet sich immer wieder neu. Dies erfolgt in einer Art «zeitgenössischer Balance» und – in unserem Fall – im bereits beschriebenen «Janoska Style».

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Dienstag, 3. August: Prachtvolle Musik und eine grosse Stimme: Julie Fuchs

Ein besonderes Vergnügen ist es uns, in diesem Jahr die 1984 in Meaux (F) geborene Sopranistin Julie Fuchs erstmals in Klosters begrüssen zu dürfen. Zusammen mit dem Zürcher Orchester La Scintilla bringt die Sängerin und studierte Violinistin am Abend des 3. August elegante und dramatische Arien von Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi auf die Bühne. Fuchs, die von 2013 bis 2015 als festes Mitglied des Ensembles des Opernhauses Zürich fungierte, wurde im Laufe ihrer Karriere mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt. Wir freuen uns, dass Julie Fuchs nun auch in Klosters eine musikalische Heimat findet. Abgerundet wird der Konzertabend mit dem 3. Brandenburgischen Konzert von Johann Sebastian Bach durch das Orchester La Scintilla.

 

Eine Weltreise zum Nationalfeiertag

Den Nationalfeiertag begeht Klosters Music mit dem «Janoska Ensemble» und mit einer Reise rund um die Welt. Dies allerdings, ohne die Heimat im eigentlichen Sinne zu verlassen. Denn «Mit dem Begriff ‹Heimat› verbinden wir musikalisch vor allem die Volksmusik: Darunter verstehen wir jene Melodien, die wir in der Kindheit gehört haben, die unsere Mutter uns vorgesungen hat, die wir irgendwo aufgeschnappt und nachgesummt haben; all diese Lieder, Weisen und Melodien haben wir nach wie vor im Kopf und geben sie – bewusst und auch unbewusst – heute an unsere eigenen Kinder weiter.», so František Janoska. Schweifen wir also in ferne Heimatgestade und lauschen den Erinnerungen, welche die «Janoskas» Antonin Dvořáks 1880 für Stimme und Klavier komponierten «Songs My Mother Taught Me» und der Eigenkomposition «Hello Prince!» von Roman Janoska mit uns teilen. Gar bis nach Argentinien führt Astor Piazzollas «Oblivion» (neu anstelle von Adíos Nonino im Programm), ursprünglich komponiert 1982 als Filmmusik für das italienische Drama Henry IV. Rund um die Welt ging auch die «Bohemian Rhapsody», mit welcher der Freddie Mercury, Frontmann der Popgruppe «Queen», 1975 Geschichte schrieb. Weitere Informationen zum Konzert finden Sie hier.


Wegen eines gebrochenen Fingers kann Ondrej Janoska (Violine) leider nicht am Konzert mitwirken. Das Janoska Ensemble wird dennoch auftreten und wir dürfen zudem ein weiteres Mitglied der Familie begrüssen: Arpád Janoska (Sänger) wird beim Tango von Piazzolla als Überraschungsgast auftreten. Das Programm kann zum grössten Teil beibehalten werden. Wir sind überzeugt, dass das Janoska Ensemble das Konzert dank seiner grossen Improvisationskunst zu einem Ereignis werden lassen wird und wünschen Ondrej Janoska an dieser Stelle gute Besserung! 

Fulminantes Eröffnungswochenende

Nur wenige Tage noch und die alljährliche Konzertreihe von Klosters Music nimmt mit einem fulminanten Wochenende seinen Anfang. Bereits am ersten Tag tauchen wir in die musikalische Welt von Böhmen des 19. Jahrhunderts ein.

Der Abend des 31. Juli ist der besonderen Beziehung gewidmet, die Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) mit der böhmischen Metropole verband. 

Zum Auftakt spielt das Kammerorchester Basel, das erstmals unter der Leitung des tschechischen Dirigenten Jakub Hrůša steht, Mozarts Sinfonie Nr. 38, die «Prager Sinfonie». 

«Ein Geschenk des Himmels»

Zum Zauber von Mozarts Musik, der in Prag bis heute spürbar ist, meint Jakub Hrůša : «Mozart in Prag, das ist ein historisches Phänomen per se. Wir alle lieben Mozarts Musik, denn sie ist ein Geschenk des Himmels. Zu seinen Lebzeiten haben das nicht alle so empfunden. Die Gewissheit, dass Mozart in Prag einige der glücklichsten Momente seines kurzen Lebens verbrachte, lässt mir warm ums Herz werden. Ich erinnere mich noch heute gut daran, dass ich, als ich zum ersten Mal im Staatstheater dirigierte, am exakt selben Platz stand wie Wolfgang Hunderte Jahre zuvor. Der genau gleiche Ort, markiert mit einer Gedenkplakette. Ich fühlte mich erfüllt von Inspiration und überwältigt von Ehrfurcht. Es war wunderschön.» Zauberhaft muten denn auch die Arien und Duette aus Mozarts Opern «Le Nozze di Figaro» und „Don Giovanni“ an, die von der italienischen Sopranistin Giulia Semenzato und vom deutschen Bass-Bariton Hanno Müller-Brachmann gesungen werden. Nebst dramatischen und eleganten Arien, der «Prager Sinfonie» und der Ouvertüre aus «Le Nozze di Figaro» ist das Klavierkonzert Nr.23 von Wolfgang Amadeus Mozart ein weiterer Höhepunkt des Abends. Das Konzert, gespielt vom mehrfach ausgezeichneten französischen Pianisten Lucas Debargue, gilt als eine von Mozarts grössten Schöpfungen überhaupt. 

Lieder, die unsere Mutter sang

Der zweite Abend des Eröffnungswochenendes steht mit dem virtuosen Janoska Ensemble ganz im Zeichen der Tradition der böhmischen Rhapsodie und des Volkslieds. 

Das abwechslungsreiche Programm umfasst «Melodien, die wir als Kinder hörten, die Schlaflieder, die unsere Mutter sang, die Stücke, die uns im Kopf und in den Ohren blieben und uns bis heute präsent sind. Wir tragen alle diese Musik in unseren Gedanken, bewusst oder unbewusst und vererben sie unseren Kindern.“, so Fantišek Janoska.

Steht am Beginn des Abends mit der ungarischen Rhapsodie Nr. 2 in cis-Moll von Franz Liszt die ebenso gewichtige wie tänzerische Hommage eines Heimatlosen an seine Heimat, folgt mit Antonin Dvořáks 1880 für Stimme und Klavier komponierten «Songs My Mother Taught Me» (orig. dt. «Als die alte Mutter sang», tschechisch «Když mne stará matka zpívat učívala») das vierte Lied aus einem Zyklus von sieben Zigeunerliedern mit Texten aus der Feder des tschechischen Dichters Adolf Heyduk (1835–1923). Mit «Hello Prince!» von Roman Janoska befördert uns das Ensemble mit der ersten Eigenkomposition in die unmittelbare musikalische Gegenwart. Den freimütigen Schritt in die jüngste Vergangenheit unternehmen die «Janoskas» mit dem Song «Bohemian Rhapsody», mit welchem der 1946 in Indien geborene und 1991 verstorbene Frontmann der Rockgruppe «Queen», Freddie Mercury, 1975 Popgeschichte schrieb. Das Stück, welches sich in seiner ursprünglichen Form in sechs Abschnitte gliedern lässt, wurde unter anderem als Auskopplung aus dem Album «A Night at the Opera» veröffentlicht. Der deutsche Komponist und Musikwissenschafter Hartmut Fladt schreibt über Mercurys «Bohemian Rhapsody»: «Das Ganze ist eine Liebeserklärung an die Oper des späten 19. Jahrhunderts, die aber eben mit Mitteln des 20. Jahrhunderts raffiniert inszeniert wird. Das Lied ist ein sehr intelligentes Stück postmoderner Pop-Kultur.» Nach dem Ausflug in die Welt der Popmusik nehmen uns die «Janoskas» auf die weite Reise nach Südamerika mit und widmen sich mit Astor Piazzollas «Adiós Nonino» dem Tango Nuevo. Piazzolla hatte das Stück 1959 als Hommage an seinen verstorbenen Vater komponiert. Den fulminanten Abschluss des Abends bildet František Janoskas ebenso bekannte wie beliebte Eigenkomposition Esterházy Rhapsody Nr. 1 «Alte Zeiten – junge Noten».

Ausflug an die Bad RagARTz am 2. August 2021

Für den konzertfreien Tag am 2. August hat sich Kosters Music etwas Besonderes einfallen lassen. Denn es ergibt sich die grossartige Gelegenheit, mit dem Besuch der 8. Schweizerischen Triennale der Skulptur, Bad RagARTz, einen faszinierenden Abstecher in die bildende Kunst zu machen. Zu entdecken gibt es insgesamt 400 Skulpturen von 83 Künstlern aus aller Welt. Die Gäste von Klosters Music werden vom Kunsthistoriker Andrin Schütz im Rahmen eines gemütlichen Spaziergangs in den gepflegten Parkanlagen von Bad Ragaz durch die Ausstellung geführt. Ein empfehlenswerter, entspannter und zugleich inspieriender Ausflug in die Welt der internationalen Kunst und in die wundervolle Natur vor den Toren Graubündens. Der Transfer Klosters-Bad Ragaz-Klosters wird durch Klosters Music organisiert. Hier geht es zur Anmeldung.

Jérémie Rhorer dirigiert anstelle von Maxim Emelyanychev

Leider muss Maxim Emelyanychev auf seinen Auftritt beim Klosters Music 2021 verzichten. Die Absage erfolgt aufgrund der schwierigen Reisebedingungen im Kontext der Covid-Pandemie.

An seiner Stelle konnte für die Konzerte vom Freitag, 6. August 2021, «Gedanken aus der Heimat» und vom Samstag, 7. August 2021, «Abschied und Neubeginn» der französische Dirigent Jérémie Rhorer gewonnen werden. Karteninhaberinnen und Karteninhaber der beiden Konzerte sind bereits separat informiert worden.

Rhorer gilt als einer der vielseitigsten und intellektuell anspruchsvollsten Dirigenten seiner Generation und ist in Konzertsälen und Opernhäusern gleichermassen zuhause. Als Gründer und musikalischer Leiter des Orchesters Le Cercle de l’Harmonie war Jérémie Rhorer als Dirigent bei den renommiertesten internationalen Festivals Europas zu Gast, wie in Aix-en-Provence, Glyndebourne, Edinburgh, den BBC Proms und in Salzburg. Als Operndirigent leitete er Produktionen an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper, La Monnaie in Brüssel und mit dem Théâtre des Champs-Elysées in Paris verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit. Rhorer dirigierte einige der bedeutendsten internationalen Orchester, darunter das Philharmonia Orchestra, das Gewandhausorchester Leipzig und das Orchestre de Paris. Er ist regelmässig zu Gast bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, mit der er einen Tschaikowsky-Zyklus aufführt.

Hier finden Sie mehr Informationen und Tickets zu den Konzerten am 6. August 2021 und am 7. August 2021.

Vernissage für die Ausstellung mit bedeutenden Druckgraphiken von Le Corbusier im Atelier Bolt am 31.Juli um 11.00 Uhr

Im Vorfeld des grossen Eröffnungsabends von Klosters Music findet im Atelier des Klosterser Künstlers Christian Bolt von 11.00 Uhr bis 12.30 die Vernissage zu einer besonderen Ausstellung mit Weltklasse statt: Im Rahmen der Kooperation mit der Schweizerischen Triennale der Skulptur, Bad RagARTz sind  vom 31. Juli bis zum 31. Oktober bedeutende Druckgrafiken des weltbekannten Architekten, Künstlers und Designers Le Corbusier (1887–1965) zu sehen, welche von Frau Heidi Weber anfangs der 60er Jahre in Zürich editiert und in Paris beim berühmten Lithographen Fernand Mourlot in Auftrag gegeben wurden. Die Ausstellung mit den aus der permanenten Sammlung der Stiftung Schweizerische Triennale der Skulptur stammenden Werken – eine Schenkung von Frau Weber – bietet die seltene Gelegenheit, verschiedene in sich geschlossene grafische Werkzyklen von Le Corbusier in ihrer Gesamtheit zu erleben.

Öffnungszeiten: Mo-Fr, 10.00–12.00 Uhr und 14.00–17.00 Uhr, oder nach Vereinbarung unter +41 79 715 43 83
Adresse: Atelier Bolt, Doggilochstrasse 121, Klosters

Farbe bekennen: Wir verkaufen Fahnen im Klosters Music Design. 

Am 31. Juli verwandelt sich Klosters in einen Ort der musikalischen Extraklasse. Dies möchten wir zelebrieren, indem wir Klosters mit Fahnen in unserem Design schmücken. Neben Fahnenstangen, welche auf grosszügige Weise von den lokalen Hotels und Geschäften zu Verfügung gestellt werden, produzieren wir auf Anfrage auch Fahnen für Privathaushalte (Kosten: Fr. 200.-).

Als Dankeschön erhalten Sie einen Konzertgutschein im Wert von Fr. 100.-, welcher für ein beliebiges Konzert von Klosters Music in diesem oder den nächsten Jahren eingelöst werden kann.

Bei Interesse bitten wir Sie, sich idealerweise bis am Freitag, 16. Juli 2021, per Email bei julia.maeder@klosters-music.ch zu melden. Um die Produktion und Verteilung der Fahne werden wir uns kümmern.

Klänge für den zeitlosen Augenblick

Ein Abend mit besonderen und vor allem einmaligen musikalischen Momenten erwartet das Publikum am 4. August in der Kirche St. Jakob beim Orgelrezital «Zwischen hier und dort – Heimweh» mit dem begnadeten Organisten und Improvisator Rudolf Lutz. Bilden die Kompositionen Johann Sebastian Bachs mit dem eingangs vorgetragenen Präludium in h-Moll und der Fuge in h-Moll zum Schluss die ruhenden Pole des Abends, erleben wir dazwischen Werke von Mozart, Dvořák und Schubert in Orgelfassungen und Improvisationen von Rudolf Lutz.

Der Eintritt ist frei (Kollekte), jedoch ist aus Kapazitätsgründen eine Voranmeldung erforderlich. Bitte benutzen Sie für die Anmeldung das Online-Formular. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Lesen Sie hier, was Rudolf Lutz selbst zum einzigartigen Abend in Klosters zwischen sicherer Heimat, Erinnerung und Gefühlen von Heimweh sagt:

«Heimweh setzt eine Heimat, ein Heim voraus. Für mich ist das Bach als ruhender Pol und sicheres Haus. Sein spätes h-Moll Präludium sowie die Fuge dienen als Rahmenprogramm. In der Mitte des Orgelkonzerts erklingt eine eigene Fassung des 2. Satzes aus Dvořáks Sinfonie ‹Aus der Neuen Welt›. Das lyrische Hauptthema erinnert mich an den Blick aus dem Hotel Waldhaus auf den abendlich erleuchteten Silsersee. Es ist wohl meine eigene Sehnsucht, die durch diese wunderbare Musik anklingt. Kann Musik Heimweh ausdrücken? Vielleicht ist es eher die Erinnerung an Heimweh. Weiter wird Mozarts a-Moll Rondo erklingen. Es ist für mich von diesem unbeschreiblichen Herbstlicht einer Luisa Famos erfüllt, wenn sie schreibt:

‹Per mai es stat quel di                             ‹Für mich war jener Tag
L’ultim da mi’utuon                                   der letzte meines Herbstes,
Tant glüminusa                                          so lichterfüllt,
Preferida                                                     vor allen andern lieb;
Tuot oter d’eir il tschêl                              so anders war der Himmel
D’ün blau chafuol                                       in seinem tiefen Blau,
Masdà da desideris e dümperar              verwoben mit Wünschen und
Dumandas sainza gnir respusas.›            Fragen ohne Antwort.›

(aus dem Gedichtband «eu sun la randolina d’ünsacura», übersetzt von Mevina Puorger)

Die Improvisationen entstehen aus dem Moment. Einige von Schuberts Melodien werden zu einem lutzschen Liederkranz verwoben. Sie und weitere Schöpfungen erklingen am 4. August zum ersten und letzten Mal.»

2. Juli 2021 – ein Tag voller Augen- und Ohrenschmaus

Bevor wir uns am Freitag, 2. Juli ganz den traumhaften Celloklängen der argentinischen Starcellistin und der sensiblen und virtuosen Tastenkunst des aus Südafrika stammenden Kristian Bezuidenhout hingeben, gibt es für die Gäste von Klosters Music die Gelegenheit, an drei exklusiven und kompetenten Führungen durch die grösste Freiluftausstellung Europas teilzunehmen.

Die 8. Schweizerische Triennale der Skulptur, Bad RagARTz 2021, zeigt rund 450 Werke von 83 Künstlern aus aller Welt. Jeweils um 10.30 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr begleitet der Kunsthistoriker Andrin Schütz zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen das Konzertpublikum für rund eine Stunde durch die Skulpturenausstellung im Kurpark.

Geniessen Sie diesen gemütlichen und inspirierenden Kunstrundgang und nutzen Sie die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich in ungezwungener Atmosphäre in die internationale Welt der visuellen Kunst zu vertiefen. Sichern Sie sich diesen Tag voller Kunst und Musik und reservieren Sie rechtzeitig Tickets für das Konzert von Klosters Music im Grand Resort Bad Ragaz um 18 Uhr oder 20.30 Uhr.

Lassen Sie sich diesen Tag voller Kunst und Musik nicht entgehen und reservieren Sie bald Ihre Tickets für das Klosters Music Konzert im Grand Resort Bad Ragaz um 18:00 oder 20:30 Uhr. Buchen Sie jetzt Ihr Konzertticket für den 2. Juli. Information und Anmeldung zu den Führungen (CHF 25) finden Sie hier.

Kunst und Musik: Bad RagARTz und Klosters Music

Wer in der Musik zu Hause ist, dem liegt die Kunst mit Sicherheit nicht fern.  Und wer die Kunst liebt, der liebt auch die Musik. Um die Kultur in ihrer Gesamtheit und über die Regionen hinaus gemeinsam zu leben, treffen sich Klosters Music und die Schweizerische Triennale der Skulptur Bad RagARTz in diesem Sommer anlässlich zweier grossartiger Events zum Stelldichein. Ganz gemäss dem Motto der diesjährigen Bad RagARTz: «Distanz schärft den Blick und Kunst schafft Nähe». Und diese «Nähe» ist wichtig, berichtet Rolf Hohmeister: «Mir liegt es am Herzen, mittels der Kultur Menschen und Generationen zu verbinden. Und diese Verbindungen müssen weit über die Regionen hinausgehen so Hohmeister weiter. Denn: «Auf diese Weise stärken wir das kulturelle Bewusstsein der Menschen. Aber nicht nur dieses: Wir stärken unsere Standorte und unsere Veranstaltungen gegenseitig. Wir sehen also: Gemeinsamer Genuss bringt einen vielfältigen Nutzen. Ein erster Moment dieses gemeinsamen Genusses wird am 2. Juli in Bad Ragaz im Rahmen der Vorpremiere von Klosters Music im Rahmen des gemeinschaftlich organisierten Konzertes «Zweite Heimat» stattfinden. Während sich Klosters Music in die schöne Rheinlandschaft bewegt, macht sich die Bad RagARTz auf in die imposante Bergwelt von Klosters:

So erwartet die Gäste von Klosters Music während der Sommerkonzerte im Besonderen im Atelier des Klosterser Bildhauers Christian Bolt eine kunstvolle Überraschung von Weltrang. Näheres aber sei an dieser Stelle noch nicht verraten. Mehr Informationen finden Sie hier.

«Zweite Heimat»: Zusatzkonzert mit Sol Gabetta und Kristian Bezuidenhout

Am 2. Juli 2021 findet in Grand Resort Bad Ragaz das Zusatzkonzert «Zweite Heimat» statt. Das Konzert ist das eigentliche Initial der Zusammenarbeit von Klosters Music und der Schweizerischen Triennale der Skulptur. Mit dem Grand Resort konnte ein würdiger Veranstaltungsort für dieses besondere Konzert mit Starbesetzung gefunden werden. Wir dürfen uns auf die wundervolle Cellistin Sol Gabetta und den herausragenden Pianisten Kristian Bezuidenhout freuen, welche an diesem bewegenden Abend Sonaten für Violoncello und Klavier Mendelssohn und Brahms aufwarten.

Mutet Mendelssohns Sonate Nr. 1 in B-Dur im ersten Satz vorerst verspielt und leicht an, entwickelt sich alsbald eine vom Cello getragene, spannungsvolle Erzählung. Der zweite Satz wiederum ist zärtlich beseelt, während der dritte Satz von Wehmut und zuweilen stürmischer Dramatik zugleich geprägt ist. Die Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 1 in e-Moll von Johannes Brahms darf als erstes Werk seiner reiferen Periode bezeichnet werden. Komponierte er den grössten Teil der Sonate 1862 im idyllischen Badeort Bad Münster am Stein, fällt die Komposition des letzten Satzes auf das Jahr 1865. So ist denn der erste Satz auch in elegischer Breite gehalten, welche uns die gelassene Ruhe des Kuraufenthaltes spüren lässt. Der Mittelsatz ist bestimmt von einer tänzerischen und nahezu neckischen Leichtigkeit, welche an Schubert und Chopin erinnern mag, indes der letzte Satz die komplexe musikalische Architektur der Bach’schen Fuge reflektiert.

Aufgrund des zu erwartenden hohen Besucheraufkommens und der geltenden Coronamassnahmen wird das Konzert im Kursaal des Grand Resort am Abend des 2. Juli zweimal aufgeführt: 18.00 Uhr und 20.30 Uhr (Konzertdauer 65 Minuten). Detailinformation und Tickets finden Sie hier.

Whoops!

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Start Vorverkauf «Heimat. My Homeland»

Am 26. März 2021 ist es endlich wieder soweit: Klosters Music startet mit dem Vorverkauf für die Konzerte vom 31. Juli bis zum 8. August. Unserem künstlerischen Leiter, David Whelton, ist es einmal mehr gelungen, ein qualitativ herausragendes Programm mit einer spannungsvollen musikalischen Dramaturgie zu entwerfen und zu realisieren. Unter dem Motto «Heimat. My Homeland» erleben Sie mit hervorragenden Orchestern, grossartigen Solisten, wundervollen Stimmen und international renommierten Dirigenten eine Reise zur musikalischen Wiege Europas und geniessen den Charme Böhmens im 19. Jahrhundert. Wir wünschen Ihnen bereits jetzt viel Vergnügen für den diesjährigen musikalischen Hochgenuss inmitten der grandiosen Bündner Berglandlandschaft von Klosters.

Tickets mit sitzplatzgenauer Buchung für alle Konzerte sind ab sofort online oder bei den Tourismusbüros Klosters und Davos erhältlich. Bei der Buchung wird auf den derzeit geltenden Mindestabstand geachtet, indem zwischen Besuchergruppen Plätze blockiert werden.

 

Sonntag, 7. August: Ein bewegendes Konzert und ein sensibler Cellist: Steven Isserlis

Unter der Leitung des russischen Dirigenten Maxim Emelyanychev führen Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und der britische Cellist Steven Isserlis am 7. August durch einen besonderen Abend: Eröffnet das Konzert mit der Ouvertüre aus «die verkaufte Braut» von Bedřich Smetana, bildet das Konzert für Violoncello und Orchester in h-Moll von Antonin Dvořák den Mittelpunkt des Abends. Für seine musikalischen Verdienste wurde der 1958 in London geborene Isserlis, dessen Stammbaum sich bis zu Felix Mendelssohn zurückverfolgen lässt, mit zahlreichen Auszeichnungen, unter anderem mit dem «Order of the British Empire», geehrt. Der abwechslungsreiche Abend schliesst mit der Sinfonie Nr. 1 in c-Moll von Johannes Brahms.

 

Die grosse Tradition der Rhapsodie

Ursprünglich ein von griechischen Wandersängern, den «Rhapsoden», vorgetragenes Gedicht, ist die Rhapsodie im Laufe der Jahrhunderte zu einem festen Bestandteil der böhmischen Volksmusik geworden und hat zugleich vermehrt Eingang in die klassische Musik gefunden, unter anderem bei Dvořák, Brahms, Smetana und Liszt. Das in Bratislava beheimatete Janoska Ensemble nimmt das Publikum von Klosters Music am 1. August mit auf eine Reise durch die grosse Tradition der Rhapsodie in Geschichte und Gegenwart bis hin zu Eigenkompositionen von František Janoska selbst. Einen ersten Eindruck über die faszinierende technische Virtuosität und die weitherum bekannte Spielfreude des Ensembles vermittelt dieser Link!

 

Klosters bleibt auch in Zukunft die künstlerische Heimat von David Whelton

Mit grosser Freude dürfen wir Sie darüber informieren, dass der künstlerische Leiter von Klosters Music, David Whelton, für weitere zwei Jahre verpflichtet werden konnte. Selbst Organist und Pianist, fungierte Whelton während rund 30 Jahren als Direktor des Londoner Philharmonia Orchestra und wurde in Grossbritannien verschiedentlich für seine Verdienste geehrt. Im Laufe seiner beeindruckenden Karriere, in welcher er mit weltbekannten Dirigenten wie Riccardo Muti, Valery Gergiev, Andris Nelsons, Paavo Järvi und vielen anderen zusammenarbeitete, konnte David Whelton ein unersetzliches globales Netzwerk in der Szene der klassischen Musik aufbauen. Nebst diesen persönlichen Kontakten verfügt Whelton über ein immenses musikalisches Fachwissen sowie über ein untrügliches Gespür, ebenso hochkarätige wie spannungsvolle, sensible und kreative Programme zu entwickeln. Mit dem Entscheid, mit David Whelton weiterhin den gemeinsamen musikalischen Weg zu gehen, darf sich Klosters Music in den kommenden Jahren auf die kontinuierlich ausserordentliche internationale Qualität in Programm und Besetzung freuen. «Seine gesamte Persönlichkeit, sein Wissen, seine Kreativität und sein unverzichtbares internationales Netzwerk sind für die kontinuierliche Entwicklung von Klosters Music ein wesentlicher Eckpfeiler für weitere Erfolge. Somit ist David Whelton für Klosters Music aber auch für die ganze Region ein absoluter Glücksfall», berichtet Heinz Brand, Präsident der Stiftung Kunst & Musik, Klosters.

Freitag, 6. August: Gedanken aus der Heimat

Innige Verbundenheit mit der Heimat, fröhliche Leichtigkeit und fremde Klänge aus fernen Landen prägen den Abend des 6. August. In seiner berühmten «Moldau» aus dem Zyklus «Mein Vaterland» lässt uns Bedřich Smetana (1824–1884) musikalisch mit dem Fluss seiner geliebten Heimat in die Ferne schweifen. 1874 geschrieben, folgt die Komposition dem Lauf des mächtigen Flusses durch Wälder und Weiden, springt in lebendiger Frische über Stromschnellen und verliert sich dereinst leise verklingend in der Ferne. Kräftiges Temperament und die Laune tänzerischer Leichtigkeit wiederum herrschen in Mozarts Violinkonzert Nr. 5 in A-Dur (das «Türkische»), gespielt von Christian Tetzlaff, vor. Von freudiger Stimmung getragen schliesst der abwechslungsreiche Abend mit Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 8 in G-Dur aus dem Jahre 1889. Mit Christian Tetzlaffs virtuoser Violine, und der Kammerphilharmonie Bremen unter Leitung des jungen russischen Dirigenten Maxim Emelyanychev darf sich das Publikum auf einen ebenso beseelten wie schwungvollen musikalischen Hochgenuss freuen.

 

Mozart und Prag: Eine besondere Liebe

Bereits der erste Abend von Klosters Music 2021 lässt die Herzen aller Musikfreunde und insbesondere der Liebhaberinnen und Liebhaber des grossen Salzburger Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) höherschlagen: Gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel unter der Leitung des bekannten tschechischen Dirigenten Jakub Hrůša, dem französischen Pianisten Lucas Debargue, der italienischen Sopranistin Giulia Semenzato sowie dem deutschen Bariton Hanno Müller-Brachmann gehen wir den Spuren Mozarts nach, der Prag insgesamt mindestens vier Mal besucht hatte.

Klosters Music entführt Sie für einen Abend mitten hinein in den Charme und ins sprühende musikalische Leben der böhmischen Metropole des 18. Jahrhunderts, in welcher Mozart unter anderem mit «Le nozze di Figaro», «Don Giovanni» und «La clemenza di Tito» grosse Erfolge feiern konnte. So steht denn auch der Eröffnungsabend von Klosters Music 2021 ganz im Zeichen der besonderen musikalischen Beziehung, die Mozart zu Prag pflegte und die ihn einst zum begeisterten Ausruf «Meine Prager verstehen mich!» bewogen haben soll. Dass Mozart in Prag durchaus eine musikalische Heimat gefunden hatte, zeigt sich unter anderem darin, dass Mozarts Sinfonie Nr. 38 im Jahre 1787 in Prag uraufgeführt wurde, weswegen sie auch gerne als «Prager Sinfonie» bezeichnet wird. Das faszinierende musikalische Meisterwerk steht somit auch als wundervoller «Auftakt» am Anfang des ersten Abends in Klosters, gefolgt vom Klavierkonzert Nr. 23 in A-Dur, welches wiederum als eine seiner grössten musikalischen Schöpfungen überhaupt gilt. Nach einer kurzen Pause lassen Ouvertüren und sensible Arien, unter anderem aus «Le nozze di Figaro» und «Don Giovanni» die Seele schweben.

Sprühende Energie und Präzision: Giulia Semenzato, Sopran

Eine grosse Freude für alle Freundinnen und Freunde der grossen Mozart-Arien: Nach der anspruchsvollen CD-Aufnahme «Angelica Diabolica» mit dem Kammerorchester Basel zu Jahresbeginn kehrt die grandiose italienische Sopranistin Giulia Semenzato im Juli in die Schweiz zurück und beehrt am ersten Konzertabend Klosters Music. Semenzato, die ihr Gesangsstudium am Konservatorium «Benedetto Marcello» in Venedig 2015 mit Auszeichnung abschloss und sich in der Folge an der «Schola Cantorum» in Basel bei Rosa Dominguez auf Barockmusik spezialisierte, fungierte unter anderem 2012 als Preisträgerin der International Competition «Toti dal Monte» in Treviso. Sie ist ferner Preisträgerin der «Cesti Singing Competition» in Innsbruck 2014 und erhielt den «Premio Farinelli» als beste Barocksängerin. Die junge Sängerin und studierte Juristin ist allerdings nicht nur im Barock heimisch, sondern lebt auch eine intensive Auseinandersetzung mit der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart.

Im Februar 2015 debütierte Semenzato als «Celia» am Teatro alla Scala in Mozarts «Lucio Silla» unter dem Dirigat von Marc Minkowski und war unter anderem in Mozarts Krönungsmesse, dem Requiem sowie als «Zerlinda» in «Don Giovanni» zu hören. Herausragend an Giulia Semenzatos Gesang ist die Gabe der Sopranistin, spürbare Kraft, sprühende Energie sowie höchste Präzision und Sensibilität zeitgleich miteinander zu vereinen.

Interview mit Giulia Semenzato

Wir hatten die Gelegenheit, Giulia Semenzato im Vorfeld von Klosters Music einige Fragen zu stellen:

KM: Frau Semenzato, schön, dass Sie Zeit für uns finden. Sie haben einen Teil Ihres Studiums in Basel absolviert. Ist Basel eine Art Heimat für Sie geworden?

GS: Ich habe mein Master-Studium in Basel gemacht. Die Stadt bedeutet mir viel. Es war meine erste Erfahrung in der Fremde an einer der vielleicht besten Schulen für alte Musik in Europa. Das Ganze in einem internationalen, multikulturellen Umfeld: Nicht nur an der Institution selbst, sondern vielmehr in der ganzen Stadt ist es sehr einfach, Leute aus allen Teilen der Welt zu treffen. Ausserdem repräsentiert Basel einen wichtigen Schritt in meiner musikalischen Entwicklung und ich habe dort viele Freundschaften geschlossen. Für mich ist es die perfekte Stadt. Nicht zu gross, nicht zu klein, mit vielen Möglichkeiten und einem reichen kulturellen Angebot. Es ist unglaublich, dass es so nahe bei Flüssen, Hügeln und Wäldern so viele Museen, eine Oper und so viele Konzertanlässe geben kann! Nahezu die perfekte Umgebung für ein menschliches Wesen! In Basel fühle ich mich immer sehr willkommen und komme immer sehr gerne zurück, wenn es zeitlich irgendwie geht.

 

KM: Hatten Sie schon einmal die Gelegenheit, Graubünden oder gar Klosters zu besuchen?

GS: Nein, in Graubünden war ich leider noch nie, freue mich aber sehr darauf, diese Gegend zu entdecken! Kultur und Natur – das klingt super!

 

KM: Was bedeutet Musik für Sie persönlich? Warum ist Musik so wichtig für Sie und vielleicht auch für uns alle?

GS: Vor allem anderen ist Musik für mich eine universale Sprache. Wir brauchen keine besonderen Fähigkeiten oder Ausbildungen, um die Musik wertzuschätzen. Jede und jeder kann den emotionalen Gehalt der Musik verstehen. Aus diesem Grund hat sie eine so grosse Kommunikationskraft und eine solche Macht, die Menschen miteinander zu verbinden. Das ist auch immer mein «Schlüssel», wenn ich auftrete: Wenn wir Musik machen und Musik «live» hören, entsteht eine Art von zeitlosem Moment, ein Augenblick, in welchem wir unsere tägliche Routine vergessen und uns selber durch den Klang und die Atmosphäre des Theaters besser zu verstehen beginnen. Das ist auch der Grund, warum ich alle Leute, die noch nie in der Oper waren, immer wieder ermutige hinzugehen und diese Erfahrung zu machen. Um zu beweisen, dass alle es geniessen können.

Im Weiteren ist sehr traurig, dass in unseren Schulen die Geschichte der Musik nicht den gleichen Stellenwert hat wie die Kunstgeschichte.

 

KM: Wie kann Musik eine Gesellschaft beeinflussen und formen? Gerade unter dem Aspekt, dass Musik immer Ausdruck einer Epoche und des Zustandes einer Kultur ist? Gibt es Beispiele, von welchen Sie denken, dass sie unter diesen Aspekten wichtig oder gar symbolhaft sind oder waren?

GS: Die Musik ist immer den sozialen Entwicklungen und Veränderungen gefolgt, sie hat jedes wichtige historische Ereignis begleitet (Die Hochzeiten der Könige, den Tod von Prinzessinnen, aber auch die Veränderungen der politischen Machtstrukturen und politische Oppositionen). Was ich liebe, wenn ich mich einer neuen Komposition annähere, ist der Prozess den Kontext zu verstehen, in welchen ein Stück geboren wurde. Ich mache ein Beispiel: «Ercole Amante» von Francesco Cavalli, in welchem ich in der «Opera Comique» in Paris 2019 auftreten durfte, wurde ursprünglich für die Krönung von Louis XIV komponiert! Wir alle wissen um die immense Wichtigkeit dieses französischen Herrschers. Es ist also faszinierend zu wissen und zu hören, welche Musik ein solches Ereignis damals begleitet hatte.

 

KM: Hinsichtlich Ihrer aktuellen Aufnahme «Angelica Diabolica» in Basel: Können Sie uns etwas darüber erzählen? Wie ist es zu dieser Aufnahme gekommen?

GS: Ich wollte ein Programm über eine starke freigeistige Frau singen, die keine Angst hat, ihren wahren Gefühlen zu folgen und für ihre Überzeugungen zu kämpfen. Ich habe Giovanni Andrea Sechi vor einigen Jahren getroffen und als ich ihm mein Konzept erklärte, hat er mir vorgeschlagen, ein Programm über die Frauen von Orlando Furioso zu gestalten.

 

KM: Was werden wir von Ihnen hören, wenn die Aufnahme fertig ist? Dann die verschiedenen «Angelicas»: Es scheint um Frauen zu gehen, die einen starken Willen, Intelligenz und Kraft haben und die ihren eigenen Weg gehen. Mit welchen der vielen «Angelicas» können Sie sich selbst am meisten identifizieren und warum? Oder steckt ein Teil dieser «Angelicas» in uns allen?

GS: Zwar ist «Angelica» der Hauptcharakter in Ludovico Aristo’s epischem Gedicht, aber die CD zeichnet einen Weg zu vielen Frauengestalten in der Geschichte: Bradamante, Ginevra, Melissa, Alcina… Als ich am Gymnasium war, habe ich viele der Reime gelesen, klar, denn es ist ein Meisterwerk der italienischen Literatur, aber als ich es kürzlich wieder gelesen habe, tat ich dies mit anderen Augen: Vielleicht etwas reifer und befähigter, die verschiedenen Ausprägungen dieser Frauengestalten zu entdecken. Angelica ist stark, ist sich ihrer Macht über all jene Männer, denen sie begegnet, aber auch bewusst. Ich bin fasziniert von dieser Selbstwahrnehmung und ihrer Fähigkeit, den Chevalier Orlando anzulügen, um ihn loszuwerden und so frei und tief ihre Liebe zum einfachen Soldaten Medoro leben zu können. Eine Liebe, die den Konventionen darüber widerspricht, in wen eine Prinzessin sich zu verlieben hat. Wobei: Ich selbst empfinde mich zwar als unkonventionelle Person, auch ein wenig stur vielleicht, aber ich bin eine sehr schlechte Lügnerin….

 

KM: Schauen wir nach Klosters: Warum freuen Sie sich auf diesen kleinen exklusiven Event?

GS: Ich freue mich sehr darauf am Klosters Music zu singen. Es ist bekannt dafür, ein sehr spezieller und hochwertiger Anlass zu sein, an den Top-Level-Künstler eingeladen werden.

 

Welche Charaktere werden Sie geben?

GS: Ich werde einige von «Susanna’s» Arien und Duette aus «Le nozze di Figaro» singen, dazu die Arie der «Donna Anna», die ich noch nie auf einer Opernbühne gesungen habe.

 

KM: Wie ist Ihre Beziehung zur Musik Mozarts?

GS: Ich hatte das Vergnügen schon in vielen Opern von Mozart aufzutreten, meistens in Rollen, die wir normalerweise dem Soubretten-Fach zuordnen: «Susanna», «Despina», «Zerlina» (auch mit dem Kammerorchester Basel), «Serpetta» und «Celia». Viele von ihnen gehören zur Unterschicht (Dienerinnen, Mägde). Ebenso sind viele von ihnen witzig, aufrichtig, sehr talentiert und stehen mit beiden Füssen auf dem Boden.

 

KM: Gibt es Charaktere, die Sie speziell mögen?

GS: Ich liebe «Despina», die ihre zwei Schwestern lehrt, leichtfüssig zu lieben, ich liebe Susanna, die «Figaro» treu ist und ihr Verhältnis zur Gräfin und ich liebe es beide Seiten der «Zerlina» zu spielen: Jene, die sich von «Don Giovannis» Kraft angezogen fühlt und jene, welche letztendlich ehrlich zu «Masetto» hält. Ich glaube, ich kann von jedem Charakter, den ich spiele, etwas lernen. Denn Mozart kann uns immer etwas lehren. Auch noch nach 275 Jahren!

 

Musik ist ein wundervolles Geschenk!

Mit einem Gutschein von Klosters Music lassen Sie Ihre Familie oder Ihre Freundinnen und Freunde an einem unvergesslichen Augenblick voller Musik teilhaben. Lassen Sie sich von unserem internationalen Programm inspirieren und verschenken Sie einen erlesenen Konzertabend mit Starbesetzung in der grandiosen Bergwelt von Klosters. Gerne erstellen wir Ihnen einen persönlichen Gutschein in Höhe des von Ihnen gewünschten Betrages und informieren Sie bei Bedarf über geeignete Übernachtungsangebote im Kontext von Klosters Music.

Die Gutscheine können bei der Geschäftsstelle von Klosters Music unter info@klosters-music.ch oder online bestellt werden. Einlösbar für alle Veranstaltungen von Klosters Music, online unter klosters-music.ch, kulturticket.ch oder vor Ort in den Tourismusbüros Klosters und Davos.

Klingende Namen und internationale Stars

Einmal mehr ist es dem künstlerischen Leiter David Whelton gelungen, internationale Stars für die Konzertreihe, die inzwischen schweizweit eine enorme Ausstrahlung entwickelt hat, zu verpflichten. So darf sich das Publikum unter anderem auf klingende Name wie Steven Isserlis (Violoncello), Christian Tetzlaff (Violine), Giulia Semenzato (Sopran), Hanno Müller-Brachmann (Bariton) sowie die Star-Dirigenten Jakub Hrůša und Maxim Emelyanychev freuen. Ebenso ist es eine besondere Freude, dass Sir András Schiff (Klavier) und Sopranistin Christiane Karg Klosters im Sommer 2021 erneut mit ihren Auftritten beehren.

Die grosse Sehnsucht nach Heimat

Unter dem tragenden Motto «Heimat. My Homeland» entführt Klosters Music das Publikum an insgesamt acht Konzertabenden vom Samstag, 31. Juli, bis Sonntag, 8. August, auf eine spannungsvolle Reise in die musikalische Welt der böhmischen Romantik des 18. und 19. Jahrhunderts.

Ist zu Beginn des Konzertreigens Mozarts Liebe zu Prag mit der Sinfonie Nr. 38 in D-Dur («Prager Sinfonie») sowie mit dem Klavierkonzert Nummer 23 in A-Dur und einer Auswahl von Arien und Ouvertüren im musikalischen Fokus, steht am zweiten Abend mit dem Janoska Ensemble die grosse Tradition der Rhapsodie von einst bis heute im Mittelpunkt. Eine Hommage an die Pracht des Barock versprechen in der Folge das Orchestra La Scintilla und Christiane Karg, während sich der Organist Rudolf Lutz am 4. August bekannten Themen und Improvisationen über Bach, Mozart, Schubert und Dvořák zuwendet. Auf einer veritablen Meisterreise wiederum führt Sir András Schiff das Publikum am 5. August mit einer Auswahl von Werken von Mozart, Beethoven, Schubert und Brahms an die musikalische Wiege Europas heran. Unter Leitung von Maxim Emelyanychev entfalten die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und Violinist Christian Tetzlaff mit der berühmten «Moldau» von Bedřich Smetana und Mozarts Violinkonzert Nr. 5 in A-Dur am Folgetag das Spannungsfeld von Heimat und Fremde. Ein weiteres Highlight ist Antonín Dvořáks Konzert für Violoncello und Orchester in h-moll, gespielt am 7. August von Steven Isserlis und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung des russischen Dirigenten Maxim Emelyanychev. Das Meisterwerk lässt uns die Sehnsucht Dvořáks, der während jener Schaffensphase in den USA weilte, nach seiner Heimat und seiner zeitgleich verstorbenen Geliebten musikalisch hautnah miterleben. Den Abschluss der Konzertreihe bildet mit «Cinema Paradiso» zugleich eine Premiere: Zum ersten Mal widmet sich Klosters Music dem Film und der Filmmusik.

Premiere für einen zeitlosen Klassiker

Geniessen Sie das Oscar preisgekrönte Meisterwerk «Cinema Paradiso» des sizilianischen Regisseurs Giuseppe Tornatore (*1956) auf Grossleinwand. Zu den beeindruckenden Bildern über Freundschaft, Fremde und Liebe erklingt live die wundervolle Filmmusik des 2020 verstorbenen italienischen Komponisten Ennio Morricone und seines Sohnes Andrea Morricone (*1964), gespielt vom im Bereich der Filmmusik inzwischen ausserordentlich versierten City Light Symphony Orchestra aus Luzern unter der Leitung von Thiago Tiberio, das sich ganz der Darbietung von Filmmusik verschrieben hat. Ein zeitloser Filmklassiker mit deutschen und englischen Untertiteln.

5. November 2020, 20.00 Uhr: Ausstrahlung der «Opera Gala» auf SRF2 Kultur

Für alle, welche am Abend des 2. August 2020 «Opera Gala» im Konzertsaal der Arena Klosters nicht dabei sein konnten und natürlich für all jene, welche die unvergesslichen musikalischen Augenblicke mit Christiane Karg noch einmal hautnah miterleben möchten, bietet sich am 5. November um 20.00 Uhr auf Radio SRF2 Kultur die Gelegenheit, erneut der Stimme der deutschen Ausnahmesopranistin und dem Kammerorchester Basel zu lauschen. Der Konzertmitschnitt aus Klosters entführt uns zurück in die Welt der Symphonie Nr. 35 in D-Dur sowie in die Sphären der verspielten und gefühlvollen Arien von Wolfgang Amadeus Mozart.

SRF2 Kultur «Im Konzertsaal»

 

Pablo Heras-Casado dirigiert Beethoven-Meilensteine

War Ludwig van Beethoven an diesem denkwürdigen Abend nur mit der dramatischen Szene «Ah! Perfido!» vertreten, wurde der 150. Geburtstag des grossen Komponisten der Wiener Klassik am 7. August 2020 «Vernunft und Veränderung» umso feierlicher begangen: Unter der Leitung von Pablo Heras-Casado durften die Gäste die Ouvertüre aus «Die Geschöpfe des Prometheus», op.43, die Sinfonie Nr. 3 Es Dur, «Eroica», op.61 sowie das Konzert für Violine und Orchester D-Dur, op.55 geniessen. Sowohl die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen als auch Veronika Eberle (Violine) vermochten es, dem Publikum eine würdige Hommage an den 1827 verstorbenen Komponisten zu präsentieren.

Auf SRF2 Kultur nachhören

Klosters Music 2021 nimmt Sie mit auf eine faszinierende Reise in die musikalische Welt der aufkommenden Romantik in Deutschland, Österreich und dem heutigen Tschechien. Eine besondere Ehre ist es uns, im kommenden Jahr Sir András Schiff erneut in Klosters begrüssen zu dürfen. Einen kleinen Abstecher in den fernen Süden wagen wir am Sonntag, den 8. August 2021, mit «Cinema Paradiso», einem Filmklassiker auf der Grossleinwand mit Live-Orchesterbegleitung.

Das detaillierte Programm wird noch im Dezember 2020 bekanntgegeben. Lassen Sie sich zum dritten Mal von «Ihrer musikalischen Heimat» Klosters überraschen!

Die Musik vermag es, uns immer wieder weiter zu tragen. Auch in schwierigen Zeiten. Wir wissen: Der Musik wohnt eine besondere Kraft inne. Wir alle wissen aber auch: Die Musik braucht Kraft. Sie braucht nicht nur die Kraft und den unermüdlichen Einsatz der Akteure, sondern auch die Kraft und die Unterstützung jener, welche die Musik innig lieben und pflegen. 

Wir freuen uns auf weitere grossartige Konzerte sowie gemeinsame, berührende musikalische Momente in Klosters und zeigen uns dankbar für Ihr vergangenes und Ihr zukünftiges Engagement für Klosters Music.

Die zahlreichen Möglichkeiten, dem Förderverein Kunst & Musik, Klosters beizutreten oder Ihr Engagement fortzusetzen, finden Sie hier.

«Beethoven und der ‹Ruf vom Berge› in der majestätischen Alpenwelt bildeten den perfekten Rahmen, um Musikerinnen, Musiker und Publikum wieder zusammenzubringen. Herausragende Auftritte weltweit hervorragender Künstlerinnen und Künstler begeisterten das Publikum in Klosters. Die Woche mit grossartigen Konzerten erinnerte daran, wie sehr Live-Musik unser aller Leben bereichert.»

David Whelton, künstlerischer Leiter

Zehn Tage lang haben wir den 250. Geburtstag Beethovens mit der Aufführung einer Auswahl seiner bedeutendsten Werke geehrt und dürfen auf eine überaus gelungene Durchführung zurückblicken.
Wir bedanken uns bei den über 3’000 Besucherinnen und Besuchern, bei den Künstlerinnen und Künstlern, bei den Voluntari, bei den Gönnerinnen und Gönnern, Partnern, Stiftungen, beim Kanton Graubünden, beim Kulturfonds Klosters, bei der Gemeinde Klosters-Serneus, der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Klosters-Serneus und der Destination Davos Klosters für das Vertrauen und die grosse Unterstützung für Klosters Music 2020.

Stiftung Kunst & Musik, Klosters

Vernunft und Veränderung, Konzertsaal Arena Klosters, 7. August 2020

Veronika Eberle, Violine, und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen © Marcel Giger
Veronika Eberle, Violine, und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen © Marcel Giger
Veronika Eberle, Violine, und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen © Marcel Giger
Veronika Eberle, Violine, und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen © Marcel Giger
Klosterser Himmel vor Beethovens «Eroica» © Marcel Giger
Klosterser Himmel vor Beethovens «Eroica» © Marcel Giger
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Pablo Heras-Casado © Marcel Giger
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Pablo Heras-Casado © Marcel Giger

Himmelwärts, Konzertsaal Arena Klosters, 8. August 2020

Martin Helmchen am Konzertflügel © Marcel Giger
Martin Helmchen am Konzertflügel © Marcel Giger
Martin Helmchen, Klavier, und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Pablo Heras-Casado © Marcel Giger
Martin Helmchen, Klavier, und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Pablo Heras-Casado © Marcel Giger
Martin Helmchen, Klavier, und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Pablo Heras-Casado © Marcel Giger
Martin Helmchen, Klavier, und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Pablo Heras-Casado © Marcel Giger
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen © Marcel Giger
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen © Marcel Giger

Glanz und Würde, Konzertsaal Arena Klosters, 9. August 2020

Ansprache des Stiftungsratspräsidenten Heinz Brand © Marcel Giger
Ansprache des Stiftungsratspräsidenten Heinz Brand © Marcel Giger
Sir András Schiff © Marcel Giger
Sir András Schiff © Marcel Giger
Sir András Schiff © Marcel Giger
Sir András Schiff © Marcel Giger
Sir András Schiff © Marcel Giger
Sir András Schiff © Marcel Giger

Einklang, Konzertsaal Arena Klosters, 3. August 2020

Quatuor Van Kuijk © Marcel Giger
Quatuor Van Kuijk © Marcel Giger
Liisa Randalu, Schumann Quartett © Marcel Giger
Liisa Randalu, Schumann Quartett © Marcel Giger
Schumann Quartett und Pablo Barragán, Klarinette © Marcel Giger
Schumann Quartett und Pablo Barragán, Klarinette © Marcel Giger
Schumann Quartett und Quatuor Van Kuijk © Marcel Giger
Schumann Quartett und Quatuor Van Kuijk © Marcel Giger

Sturm und Drang, Konzertsaal Arena Klosters, 4. August 2020

Das Orchester «Il pomo d'oro» unter der Leitung von Maurice Steger © Marcel Giger
Das Orchester «Il pomo d'oro» unter der Leitung von Maurice Steger © Marcel Giger
Christoph Croisé, Violoncello, und das Orchester «Il pomo d'oro» unter der Leitung von Maurice Steger © Marcel Giger
Christoph Croisé, Violoncello, und das Orchester «Il pomo d'oro» unter der Leitung von Maurice Steger © Marcel Giger
Das Orchester «Il pomo d'oro» © Marcel Giger
Das Orchester «Il pomo d'oro» © Marcel Giger
Christoph Croisé, Violoncello, und das Orchester «Il pomo d'oro» unter der Leitung von Maurice Steger © Marcel Giger
Christoph Croisé, Violoncello, und das Orchester «Il pomo d'oro» unter der Leitung von Maurice Steger © Marcel Giger

Aufbruch, Konzertsaal Arena Klosters, 5. August 2020

Quatuor Modigliani © Marcel Giger
Quatuor Modigliani © Marcel Giger
Amaury Coeytaux und Loïc Rio, Quatuor Modigliani © Marcel Giger
Amaury Coeytaux und Loïc Rio, Quatuor Modigliani © Marcel Giger
Boris Giltburg, Klavier mit Graham Mitchell, Kontrabass und dem Quatuor Modigliani © Marcel Giger
Boris Giltburg, Klavier mit Graham Mitchell, Kontrabass und dem Quatuor Modigliani © Marcel Giger
Boris Giltburg, Klavier mit Graham Mitchell, Kontrabass und dem Quatuor Modigliani © Marcel Giger
Boris Giltburg, Klavier mit Graham Mitchell, Kontrabass und dem Quatuor Modigliani © Marcel Giger

Orgel-Rezital, Kirche St. Jakob, 6. August 2020

Benjamin Righetti beim Orgel-Rezital © Marcel Giger
Benjamin Righetti beim Orgel-Rezital © Marcel Giger
Benjamin Righetti beim Orgel-Rezital © Marcel Giger
Benjamin Righetti beim Orgel-Rezital © Marcel Giger
Stiftungsratspräsident Heinz Brand und Regierungsrat Jon Domenic Parolini © Marcel Giger
Stiftungsratspräsident Heinz Brand und Regierungsrat Jon Domenic Parolini © Marcel Giger
Stiftungsratspräsident Heinz Brand © Marcel Giger
Stiftungsratspräsident Heinz Brand © Marcel Giger
Wiener Klaviertrio © Marcel Giger
Wiener Klaviertrio © Marcel Giger
Wiener Klaviertrio © Marcel Giger
Wiener Klaviertrio © Marcel Giger
Benjamin Appl, Bariton und Simon Lepper, Klavier © Marcel Giger
Benjamin Appl, Bariton und Simon Lepper, Klavier © Marcel Giger
Benjamin Appl, Bariton und Simon Lepper, Klavier © Marcel Giger
Benjamin Appl, Bariton und Simon Lepper, Klavier © Marcel Giger
Gershwin Piano Quartet © Marcel Giger
Gershwin Piano Quartet © Marcel Giger
Gershwin Piano Quartet © Marcel Giger
Gershwin Piano Quartet © Marcel Giger
Christiane Karg, Sopran © Marcel Giger
Christiane Karg, Sopran © Marcel Giger
Christiane Karg, Sopran, und das Kammerorchester Basel unter der Leitung von Riccardo Minasi © Marcel Giger
Christiane Karg, Sopran, und das Kammerorchester Basel unter der Leitung von Riccardo Minasi © Marcel Giger
Riccardo Minasi © Marcel Giger
Riccardo Minasi © Marcel Giger
Christiane Karg, Sopran, und das Kammerorchester Basel unter der Leitung von Riccardo Minasi © Marcel Giger
Christiane Karg, Sopran, und das Kammerorchester Basel unter der Leitung von Riccardo Minasi © Marcel Giger

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Klosters Music: Sie gestalten bei «Klosters Music 2020» am 2. August eine Mozart Opera Gala zusammen mit dem Kammerorchester Basel und Riccardo Minasi. Was war Ihr erster Kontakt bzw. Ihre erste persönliche Begegnung zu Wolfgang Amadeus Mozart?
Christiane Karg: Die erste Begegnung war recht früh. Mein Vater ist ein grosser Opernfan und klassische Musik war immer da. Als kleines Mädchen sang ich in meinem Kinderzimmer sämtliche Partien der Zauberflöte. Die Pamina fand ich damals am langweiligsten.
Mit fünf wollte ich Sängerin werden und ich kann mich noch gut an meine ersten Salzburger Festspiele erinnern, die ich mit meinen Eltern als vielleicht Siebenjährige erleben durfte. Auf dem Programm: Die Zauberflöte. Das Schicksal hat es gut mit mir gemeint und ich durfte später am Mozarteum studieren. Im Mozartjahr 2006 habe ich meinen Master-Abschluss gemacht und mein Debüt bei den Salzburger Festspielen mit Mozart gegeben.
Mozart ist ein steter Wegbegleiter.

KM: Es stehen Arien aus verschiedenen Opern Mozarts auf dem Programm. Welche Mozartoper bzw. Opernpartie ist bei Ihnen gerade ganz aktuell?
CK: Ganz frisch ist die Partie der Contessa di Almaviva («Le nozze di Figaro»), mit der ich im letzten Jahr an der Hamburgischen Staatsoper unter der Leitung von Riccardo Minasi debütieren durfte. Im Januar habe ich diese Partie auch in der Felsenreitschule mit Sir András Schiff am Pult und Cembalo bei der Mozart Woche in Salzburg gesungen.
«Così fan tutte» liegt jetzt ganz oben auf meinem Stapel: Die Partie der Fiordiligi hätte ich im Juni an der Bayerischen Staatsoper singen sollen. Nun wurde die Produktion auf September verschoben.

KM: Was war bisher Ihr bewegendster Moment als Opernsängerin, was Ihr kuriosester?
CK: Es gab so viele wunderbare Momente, da kann ich den einen Bewegendsten nicht nennen. Einen, der mein Leben aber sehr geprägt und verändert hat, war ein Bühnenunfall, bei dem ich mir während einer Vorstellung mein Knie gebrochen haben.

KM: Mit dem Kammerorchester Basel teilen Sie nicht das erste Mal die Bühne. Wie sind Sie mit dem Orchester zusammengekommen?
CK: Das erste Projekt war «Les Illuminations» von Benjamin Britten. Ich erinnere mich sehr gerne an dieses Projekt, das mich damals in die bayerische Heimat nach Neumarkt gebracht hat.

KM: «Klosters Music» steht 2020 ganz im Zeichen Ludwig van Beethovens. Was verbinden Sie mit Beethoven?
CK: Vor allem natürlich die Neunte Symphonie. Das Sopransolo gehört zu den Werken, die ich wohl am häufigsten gesungen habe und dessen man nie überdrüssig wird. Leider hat Beethoven viel zu wenig für die Singstimme geschrieben. Die Partie der Marzelline in «Fidelio» habe ich nie auf der Bühne gesungen und so bleiben für mich neben Liedern und Volksliedern die wunderbare Konzertarie «Ah, perfido!», die ich sehr gerne aufführe.

KM: Sie treten das erste Mal im Bergdorf Klosters im schweizerischen Graubünden auf. Was bedeutet das für Sie?
CK: Ich bin gespannt. So viele neue Städte und Festivals, bei denen ich noch nicht zu Gast war, gibt es gar nicht mehr. Zu Beginn meiner Laufbahn waren Städte wie London, Paris, New York wahnsinnig aufregend und spannend.
Mittlerweile bin ich sehr froh, wenn ich fernab der Großstadt auftreten darf. Ich freue mich auf die Ruhe und Natur und auf ein neues, entspanntes, gespanntes Publikum.

KM: Auf welche Ihrer zukünftigen Engagements freuen Sie sich am meisten und warum?
Ich denke, dass sich im Moment alle Künstler freuen, wieder auftreten zu können. Mein Beruf ist mein Kindheitstraum und ich habe ihn immer geliebt. Durch die Zwangspause ist mir das noch einmal mehr bewusst geworden.

Zum Programm Zu den Tickets

Klosters Music: Sie gestalten bei «Klosters Music 2020» am 31. Juli das Eröffnungskonzert zusammen mit dem Pianisten Simon Lepper und dem Wiener Klaviertrio und singen Beethovens Liederzyklus «An die ferne Geliebte». Was verbinden Sie mit diesem Werkzyklus?
Benjamin Appl: Während meines Studiums in München erlernte ich den Zyklus, den ich dann später auch mit Dietrich Fischer-Dieskau erarbeiten durfte. Es war auch das Werk, das ich damals in meinem ersten Konzert ausserhalb Europas beim Ravinia Festival in der Nähe von Chicago sang. Beethovens Meisterwerk ist also ein Stück, das ich schon länger mit mir herumtrage und immer wieder versuche neu zu beleuchten. Es ist in meinen Augen unglaublich aktuell, auch wenn vielleicht manche Bilder etwas überholt scheinen: In meinen Jahren als junger Erwachsener hörte ich mir oft «An die ferne Geliebte» an, gerade wenn ich reiste und mich doch nach jemanden sehnte oder wenn ich frisch verliebt war. Diese unverbrauchte, ja manchmal naive Sichtweise in Musik und Text gab mir immer Antrieb, Dinge romantischer oder positiver zu sehen.

KM: «Klosters Music» steht 2020 ganz im Zeichen Ludwig van Beethovens. Was war Ihr erster Kontakt zu Beethoven bzw. was bedeutet dieser Komponist für Sie?
BA: Mein erster Kontakt zu Beethoven war wahrscheinlich der zweite Satz aus der «Pathétique»-Sonate. Für diese Musik entwickelte ich eine grosse Liebe, so dass ich sie oft und wiederholt als Kind zum Bauen von Lego oder Playmobil anhörte. Beethoven schafft es irgendwie, die Menschen in alle Arten von Sphären zu heben, sei es ins Idyll oder in die dunkelsten Ecken. Im Dezember 2018 durfte ich in Osaka in einem Stadion vor 17’000 Leuten Mahler-Lieder singen, im zweiten Teil des Konzertes stand Beethoven’s Neunte Sinfonie mit 10’000 Menschen im Chor auf dem Programm. Was ich dort erlebte, erzeugte in mir Gänsehaut. Tausende japanische Sänger – alle auswendig vortragend – gaben mit ihrer ganzen Seele den Text «Alle Menschen werden Brüder»: Ein Zeichen von Miteinander, verbunden um den Globus – das ist Beethoven.

KM: Mit Simon Lepper verbindet Sie eine langjährige Zusammenarbeit. Gibt es einen besonderen Moment bzw. eine besondere Erinnerung ihrer Konzerte mit Simon Lepper, den bzw. die Sie mit uns teilen möchten?
BA: Mit Simon durfte ich viele wunderbare Momente erleben. Er ist nicht nur ein ausgezeichneter Musiker und einer der führenden Liedpianisten, sondern auch ein besonderer, interessanter Mensch, mit dem man auch gerne Zeit verbringt. Das ist unglaublich wichtig in einer musikalischen Beziehung zwischen Liedbegleiter und Sänger. Es gibt viele hervorragende Pianisten, aber nur wenige können dieses Vertrauen vermitteln, das der Sänger auf dem Podium benötigt. Gerade die beiden Konzertreisen nach Indien mit Simon waren etwas ganz Besonderes: Vom Affen, der uns plötzlich auf der Bühne die Ehre gab, bis zu ganz wunderbaren Begegnungen mit Konzertbesuchern, die noch nie zuvor westliche, klassische Musik gehört hatten.

KM: Sie treten das erste Mal im Bergdorf Klosters im Schweizerischen Graubünden auf. Was erwarten Sie?
BA: Ich liebe die Schweiz und spiele häufig mit dem Gedanken, mehr Zeit hier zu verbringen. Die Berge sind für mich der Ort, wo ich am besten Kraft tanken kann. Nachdem ich Bilder von Klosters gesehen hatte, freue ich mich ganz besonders darauf. So eine einmalige Umgebung inspiriert das Musizieren ungemein.

KM: Auf welche Ihrer zukünftigen Engagements freuen Sie sich am meisten und warum?
Das ist eine gute Frage, gerade unter den Gesichtspunkten von Covid-19. Ich würde es eher so formulieren: Ich freue mich momentan über jedes Engagement, das durchgeführt werden kann. Es gibt einige mutige Veranstalter – dazu zählt besonders auch Klosters Music – die unter bestimmten hygienischen Vorkehrungen wieder Konzerte veranstalten. Das ist wirklich Balsam für die Seele. In den vergangenen Monaten gab es sehr viele Angebote von Live-Streams und Übertragungen, aber das ersetzt alles nicht das Live-Konzert, wo Musiker und Publikum etwas gemeinsam erleben und teilen – und darauf freue ich mich am meisten.

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Christian Tetzlaff & Deutsche Kammerphilharmonie Bremen_Bild Marcel Giger

Mit dem krönenden Schlusskonzert des Geigers Christian Tetzlaff und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ging am Sonntag das zehntägige Festival «Klosters Music» zu Ende. Zu den Höhepunkten zählten die Auftritte von Sir András Schiff, Kit Armstrong und Maurice Steger. Über 3000 Gäste besuchten die hochstehenden Klassik-Konzerte in Klosters

Klosters Music fand dieses Jahr erstmals unter dem Dach der neu gegründeten Stiftung «Kunst & Musik, Klosters» statt. «Die Begeisterung bei den Gästen und Musikern ist gross», zeigt sich der künstlerische Leiter David Whelton zufrieden. «Wir konnten Konzerte von höchster Qualität und mit sehr guten Besucherzahlen realisieren», so Whelton. «Damit haben wir eine verlässliche Basis für die weitere Entwicklung von Klosters Music gelegt».

Erwartungen erfüllt, Versprechen eingelöst
«Weltklassik trifft Bergwelt» lautete der Slogan der diesjährigen Konzerte. Mit hochstehen-den Darbietungen von nationalen und internationalen Orchestern, Ensembles und Künstlern konnte dieses Versprechen eingelöst werden. Als Höhepunkt darf der Auftritt von Sir András Schiff gezählt werden, welcher das monumentale Solo-Rezital «Das Wohltemperierten Kla-vier, Band 1» von Johann Sebastian Bach in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche St. Jakob vortrug. Für grosse Begeisterung sorgten zudem das Konzert des Schweizer Blockflö-tisten Maurice Steger mit seinem Programm «Mr Handel’s Dinner» sowie der Auftritt des Janoska Ensembles mit einer packenden Hommage an die Beatles.

Über 3000 Gäste besuchten die zwei Dutzend grossen und kleinen Konzerte an fünf Spielor-ten in Klosters. Sehr gut besucht waren nebst den Hauptkonzerten die verschiedenen Auf-tritte vielfältiger Formationen auf dem Bahnhofplatz Klosters sowie das erstmals durchge-führte Jazz-Konzert auf Madrisa mit der südafrikanischen Jazzband Virtual Jazz Reality.

Standortförderung mit Kunst und Musik
«Das Ziel unserer Stiftung ist es, die Destination Klosters mit hochstehenden Angeboten in Kunst und Musik zu bereichern. Dies ist uns in den letzten zehn Tagen gelungen», sagt Präsi-dent Rolf Theiler. «Nun beginnt die Planung für das nächste Jahr. Wir möchten unsere For-mate in der Tiefe und Breite weiterentwickeln».

Die Austragung im nächsten Jahr steht bereits fest: Klosters Music findet vom 1. bis 9. August 2020 statt.

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Sir András Schiff trugt am Samstag-Abend, 3. August 2019, das monumentale Solo-Rezital «Das Wohltemperierte Klavier, Band 1» von Johann Sebastian Bach vor. Grosse Begeisterung und Standing Ovations waren ihm gewiss.

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Mit ihrem «Janoska Style» begeisterte das Janoska Ensemble im bis auf den letzten Platz besetzten Atelier Bolt.

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Nach einem gelungenen Auftakt steht das zweite Wochenende von Klosters Music im Zeichen der beiden Orchesterkonzerte in der Arena Klosters. Zu erleben sind Mozarts monumentale Jupiter-Sinfonie, Haydns Klavierkonzert Nr. 11 mit Kit Armstrong und Mendelssohns Violinkonzert e-Moll mit Christian Tetzlaff.

Am 2. und 4. August tritt die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit zwei herausragenden Solisten an ihrer Seite in der Arena Klosters auf. Der amerikanische Ausnahmekünstler Kit Armstrong interpretiert das Klavierkonzert Nr. 11 in D-Dur von Haydn sowie das Klavierkonzert Nr. 1 g-Moll von Felix Mendelssohn. Und am kommenden Sonntag, 4. August, steht Christian Tetzlaff gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen auf der Bühne. Der renommierte deutsche Geiger ist in Klosters mit Mozarts Violinkonzert Nr. 3
G-Dur sowie mit Mendelssohns Violinkonzert e-Moll zu Gast.

Mit den Konzerten von Sir András Schiff, I Barocchisti mit Diego Fasolis und Benjamin Righetti macht Klosters Music zudem eine Hommage an Johann Sebastian Bach. David Whelton, der künstlerische Leiter, erläutert: «Im Rahmen von zwei ‹Bach Discovery Days› erhalten die Besucher einen vertieften Einblick in das musikalische Schaffen des grossen Komponisten Johann Sebastian Bach». Als Höhepunkt darf der Auftritt von Sir András Schiff erwartet werden, welcher mit dem Solo-Rezital Das «Wohltemperierten Klavier, Band 1» zu erleben sein wird.

Klosters Music steht auch für kleine Formate, bei welchem die Künstler in einem intimen Rahmen zu hören sind. Im Atelier des Klosterser Bildhauers Christian Bolt treten am 2. August 2019 I Barocchisti unter der Leitung von Diego Fasolis auf und präsentieren Barockwerke von Vivaldi und Bach. Am 4. August stehen zudem das spanisches Azahar Ensemble und die Pianistin Judith Jáuregui auf der Bühne.

Jazz und Volksmusik im Festivalzelt, 2.-4. August 2019, Klosters Platz
Beim Festivalzelt auf dem Bahnhofplatz Klosters kann man die Festival-Stimmung hautnah und bei freiem Eintritt geniessen. Hier treten vom 2. bis 4. August 2019 unterschiedlichste Formationen wie die Alphorner Davos Klosters, das Trio Anderscht oder das Duo Klassik Nuevo auf. Für die Gäste aus Nah und Fern sowie die einheimische Bevölkerung lockt neu auch das Format «Klosters Late Night». In der Grizzly’s Bar im Restaurant Piz Buin spielen unter anderem die Jazzband Virtual Jazz Reality aus Südafrika und das Trio Jazz Interludes aus Bern; diese Late-Night-Konzerte finden am 31. Juli und am 3. August jeweils ab 21.00 Uhr ebenfalls bei freiem Eintritt statt.

Weitere Informationen und Tickets unter www.klosters-music.ch. Tickets sind auch in den Tourismusbüros in Klosters und Davos erhältlich.

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen_c_Julia Baier
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Janoska_Ensemble_(c)Julia-Wesely
Janoska-Ensemble © Julia Wesely

Wer war Johann Sebastian Bach? Anlässlich unserer Bach Discovery Days spricht Frau Dr. Christine Blanken über den grossen Komponisten und seine europäischen Vorbilder.

Johann Sebastian Bach und seine europäischen Vorbilder
mit Frau Dr. Christine Blanken (Bach-Archiv Leipzig)
(Vortrag mit Bildern und Musikbeispielen)

Samstag, 3. August 2019
11.00 Uhr
Hotel Piz Buin, Klosters
Freier Eintritt

In der für Klosters typischen intimen Atmosphäre in der Kirche St. Jakob kamen die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Genuss von Bach, Beethoven, Schumann und Adès.

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Trotz garstigem Wetter besuchten über 300 Zuhörerinnen und Zuhörer das Konzert mit Virtual Jazz Reality im Restaurant Alp Madrisa. Die Band aus Kaptstadt spielte ein begeisterndes Konzert und riss zum Schluss die Besucher gar von ihren Stühlen.

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Virtuos, unterhaltsam und wie gewohnt auf allerhöchstem Niveau: Maurice Steger und das La Cetra Barockorchester Basel begeisterten in der voll besetzten Kirche St. Jakob.

Das Konzert wurde von Radio SRF 2 Kultur aufgezeichnet und wird am Montag, 26. August 2019 um 20.00 Uhr in der Sendung «Weltklasse» ausgestrahlt.

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Das neue Format Form & Klang fand grosses Interesse beim Publikum und wurde erweitert durch eine Werkeinführung der Ausstellung von Kurt Oskar Weber im Atelier Bolt.

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Das erste Konzert der diesjährigen Serie bestritten das Modigliani Quartett aus Paris und der ebenfalls in Frankreich lebende Pianist Adam Laloum mit Werken von Schumann, Schubert und Beethoven. Das begeisterte Publikum verdankte das herausragende Konzert mit Standing Ovations.

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Klosters Music wurde am Freitag-Abend feierlich eröffnet. 60 geladene Gäste lauschten den Eröffnungsklängen des Kinderjodelchörli Silvrettastärnli unter der Leitung von Dominique Bolt – gefolgt von Begrüssungsworten von Präsident Rolf Theiler und Vizepräsident Heinz Brand.

Das erste Konzert der diesjährigen Serie bestritten das Modigliani Quartett aus Paris und der ebenfalls in Frankreich lebende Pianist Adam Laloum mit Werken von Schumann, Schubert und Beethoven. Das begeisterte Publikum verdankte das herausragende Konzert mit Standing Ovations.

 

 

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Sehr verehrte Gäste

Herzlich willkommen in der schönen Tourismusgemeinde Klosters-Serneus!

Es freut mich sehr, dass im Rahmen von Klosters Music erneut Künstlerinnen und Künstler von Weltformat in unserer herrlichen Bergwelt mit ihren Darbietungen für ein erstklassiges kulturelles Sommerprogramm sorgen. 

Der intime Rahmen der Spielorte macht die Konzerte von Klosters Music zu einem ganz besonderen Erlebnis. Dazu kommen die vielen spontanen und inspirierenden Begegnungen, welche eine Gemeinschaft zwischen den Einwohnerinnen und Einwohnern, Zweitwohnungsbesitzern und Gästen aus nah und fern ermöglichen.

Lassen Sie sich vom vielfältigen Programm verführen und geniessen Sie unvergessliche Konzerte auf höchstem Niveau. 

Im Namen der Gemeindebehörden von
Klosters-Serneus danke ich allen Beteiligten und Helfern für die Realisation dieses einmaligen Anlasses und wünsche allen Besuchern viel Vergnügen.

Kurt Steck
Gemeindepräsident Klosters-Serneus

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Als kleine, feine Hommage an die genialen Liverpooler hat das Janoska Ensemble für sein Album vier Welthits der Beatles im «Janoska Style» arrangiert.

Im Programm «Revolution» fliesst also kein Blut, vielmehr soll das Blut beim Anhören schneller pulsieren – das garantiert der «Janoska Style» mit seiner Fusion aus unbändiger musikalischer Kreativität, emotionaler Ausdrucksfähigkeit und äusserster Virtuosität. Apropos Lebenssaft: Dass ihnen die grosse Musikalität und erstaunliche Virtuosität durch die Familientradition «einfach im Blut» liege, sei weitgehend ein Klischee, sagt Ondrej Janoska: «Jeder von uns wurde zwar von Kindesbeinen an musikalisch sehr gefördert und wir waren auch immer von Musik aller Stilrichtungen umgeben. Aber wir wurden auch von Beginn an sehr stark gefordert, haben schon als Kinder täglich stundenlang geübt und gespielt. Wenn man das über Jahrzehnte hinweg macht, geht es einem allerdings wirklich in Fleisch und Blut über».

Die Stücke des Janoska Ensembles besitzen neben ihrem verlässlich guten musikalischen Gehalt auch eine grosse formale Stärke. Sie zeigen dabei oft so etwas wie einen inneren Zug zum Schluss, sei dieser nun aufregend langsam angebahnt oder ein beschleunigender, unwiderstehlich mitreissender Abschnitt oder ein stimmungsvoll leiser, innig ausklingender Schluss. Auch diese Qualität verleiht ihren Werken jene prägnante Gestalt, die man in plastischer Erinnerung behält – und von der man stets noch mehr zu hören wünscht.

Wie wichtig dem Janoska Ensemble trotz seiner grenzüberschreitenden Musik die Verwurzelung in der Klassik ist, ist auch am vorliegenden Klangbild von «Revolution» deutlich zu hören. Zum Mastering ihres neuen Albums begaben sich die Musiker in die legendären Londoner Abbey Road Studios, wo neben den Beatles auch viele Klassikstars gearbeitet haben.

Das Janoska Ensemble ist am 1. August 2019 um 17.00 Uhr im Atelier Bolt zu erleben.
Hier gibt es weitere Informationen.

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Janoska-Ensemble © Julia Wesely

«Die Qualität der musikalischen Erlebnisse ist der einzige gemeinsame Nenner.»

Man stelle sich vor: 29 Jahre Intendant des Philharmonia Orchestra, London. Von 1987 bis 2016 realisierte unser künstlerischer Leiter David Whelton über 4600 Konzerte auf fünf Kontinenten – mit weltbesten Dirigenten. Unter ihm wuchs das Ensemble zu einem Herzstück des britischen Musiklebens. David Whelton, ausgebildeter Pianist und Organist, bewegt sich in einem weiten Netzwerk. Was aber macht ihn unverwechselbar?

Er ist ein Meister origineller, innovativer Programme. Er gilt als Pionier von Festivals, die diverse Künste und Sparten mischen. International erfolgreich, nur zum Beispiel, war die Tournee 2008 mit Bill Violas Videoprojekt „Tristan und Isolde“ unter Dirigent Esa-Pekka Salonen. Whelton erfand die Reihe «Music of Today», eine Plattform für begabte junge Komponisten. Er holte mit digitalen Techniken ein neues Publikum in die Konzerte, etwa mit «re-rite: be the orchestra»; hier wird Strawinskys «Le Sacre du printemps» aus der Perspektive der Musiker erlebbar – dank Installationen, Konzertaufzeichnungen und interaktiver Performance.

David Whelton ist auch künstlerischer Leiter von Klosters Music – und zieht auch hier «neue Bahnen». Von den Konzertsälen der Welt ins Prättigau? In die Kirche St. Jakob, auf die Alp Madrisa, ins Atelier des Bildhauers Christian Bolt … David Whelton schwärmt: Es sei diese «magische Welt», die ihn jedes Jahr hierherziehe, «die Ruhe des Dorfes als Gegenpol zu den Jetset-Zielen, die perfekte Akustik der Konzerträume». Die allgegenwärtige Natur sei vor allem im Sommer wunderbar inspirierend und beflügle auch die Künstler. Das pure Vergnügen also, Musiker verschiedener Generationen einzuladen, Programme für «ein kenntnisreiches, anspruchsvolles Publikum» zu planen – auch für die unterschiedlichen Vorlieben der Einheimischen. «Die Qualität der musikalischen Erlebnisse ist der einzige gemeinsame Nenner.»

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David Whelton beim Interview mit Radio Südostschweiz
David Whelton, Christian Bolt, Franziska von Arb und Maurice Steger (von links)_Bild Yanik Bürkli
... und gemeinsam mit Christian Bolt, Franziska von Arb und Maurice Steger (v.l.).

Die Wochenendprogramme Teil 1 und Teil 2 geben einen umfassenden Einblick zu den auftretenden Künstlern und den gespielten Werken. Auch das Rahmenprogramm rund um Klosters Music ist zudem bestens ersichtlich.

Sie können die Broschüren hier downloaden oder vor Ort in Klosters kostenlos beziehen.

Detailprogramm 1. Wochenende 26.-28. Juli 2019 (PDF)

Detailprogramm 2. Wochenende 1.-4. August 2019 (PDF)

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Janoska Ensemble
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Kit Armstrong, (c) JF Mousseau

Schon der Anblick des im oberen Prättigau gelegenen Ferienorts Klosters – malerisch gesäumt von Wäldern, Wiesen und Bergen – vermittelt ein so erhabenes und zugleich friedvolles Bild, als wolle dieser Ort eine verheißungsvolle Beziehung mit den verborgenen Kräften der Musik eingehen. Genau das tut er auch, wenn vom 26. Juli bis 4. August im Rahmen des Festivals „Klosters Music“ dreizehn hochklassig besetzte Konzerte an verschiedenen Spielorten voraussichtlich über 3000 Besucher in die wunderschöne Alpenregion locken werden.

Bericht weiterlesen auf Concerti.de

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Unter fast freiem Himmel und in ungezwungener Atmosphäre treten die unterschiedlichsten Formationen in lockerer Abfolge auf. Stehend oder auf Bänken sitzend, gerne auch mit einem Glas in der Hand, können Sie die Programmteile einzeln oder zusammenhängend geniessen. Der Eintritt für die Konzerte ist frei.

Freitag, 2. August 2019

14.00 Uhr
Alphorners Davos Klosters
Das Alphorn hat seine ursprüngliche Funktion in den Bergen mehr oder weniger verloren, dafür gewann es als Musikinstrument die Herzen der Zuhörer und wurde zu einem Symbol für die Schweiz. Es liegt nahe, die drei Tage der Interludes-Konzerte im Festivalzelt mit den naturnahen und einzigartigen Klängen des Alphorns – im Zeichen seiner ursprünglichen Funktion, der Kommunikation – zu eröffnen. Wir freuen uns, die einheimischen Alphorners begrüssen zu dürfen. Die Gruppe besteht aus Alphornbläserinnen und -bläsern der Region Davos Klosters.

Ab 14.15 Uhr
Ian Smith & Virtual Jazz Reality
Wer Ian Smith & Virtual Jazz Reality auf der Madrisa verpasst hat, hat hier nochmals die Gelegenheit, in den Genuss des Könnens dieses herausragenden Jazztrompeters und seiner Band VJR zu kommen. Ihr Repertoire reicht vom Light Jazz bis hin zu hochmodernen virtuosen Eigenkompositionen. VJR hat mit zahlreichen bekannten Künstlern wie Pavarotti, Jonathan Butler, Shirley Bassey, Anastacia und vielen mehr zusammengearbeitet.

17.30 Uhr
Musikgesellschaft Madrisa Klosters-Dorf
Die Musikgesellschaften haben in der musikalischen Tradition der Schweiz einen bedeutenden Platz. Sie sind ein nicht wegzudenkender Bestandteil des Brauchtums und des gesellschaftlichen Lebens und für junge Menschen oft der Erstkontakt mit der Musik. Wir freuen uns, wenn der Auftritt einer einheimischen Musikgesellschaft bei den Interludes zur Tradition werden kann. Die Musikgesellschaft Madrisa Klosters-Dorf zählt heute 24 Aktivmitglieder und spielt regelmässig an Musikanlässen. Sie steht unter der Leitung von Dirigent Simon Bühler aus Pragg-Jenaz.

Samstag, 3. August 2019

14.00 Uhr
Jazz Interludes mit Jörg Enz (Gitarre) und Matteo Burci (Bass)
Lyrisch, emotional, virtuos, melancholisch, aufregend und fesselnd: Jörg Enz und Matteo Burci laden zu einer spannenden Reise ins Universum des Swing, Bebop und Latin-Jazz. Die beiden Musiker haben sich vor drei Jahren in Bern kennengelernt und präsentieren seitdem ein spannendes Duo-Programm, welches sie für Klosters Music mit einem Schlagzeuger zum Trio erweitern.

Ab 15.45 Uhr
Old Style Bigband
Die Old Style Bigband besteht aus achtzehn ambitionierten Amateurmusikerinnen und -musikern, die aus den Regionen Churer und Sarganser Rheintal sowie dem Prättigau zusammenkommen. Ihr Stil? Blues, Rock und der legendäre Swing.

Sonntag, 4. August 2019

14.00 Uhr
Duo Klassik Nuevo
Sira Eigenmann, Violine
Srdjan Vukasinovic, Akkordeon
Srdjan Vukasinovic ist einer der weltweit führenden Akkordeonspieler. Dank seiner explosiven Energie und seinem einzigartigen Zugang zu klassischer Musik, gepaart mit einer Fülle an Einflüssen aus dem Jazz sowie unglaublichen Improvisationsfertigkeiten, sticht Srdjan als Akkordeon-Ausnahmetalent hervor. Seine Virtuosität, Kraft und Ausstrahlung haben die Zuhörer auf der ganzen Welt gepackt. Mit Sira Eigenmann an der Geige werden Werke wie «Zigeunerweisen» (Sarasate), «Schön Rosmarin» (Kreisler) und «Czardas» (Monti) im Zelt zu hören sein, über den Bahnhofplatz klingen und die Herzen des Publikums berühren.

Ab 15.45 Uhr
Trio Anderscht
Fredi Zuberbühler, Hackbrett
Roland Christen, Kontrabass
Andrea Kind, Hackbrett
Über die ersten Hackbretter in der Schweiz liest man in Ratsbüchern (1447, Zürich) oder Gerichtsprotokollen (z. B. vom 24. April 1631 aus Bern), wo berichtet wird, man habe verbotenerweise zum Hackbrett getanzt. Wenn auch sein Ursprung nicht in der Schweiz liegt, aus dem musikalischen Kulturgut ist das Hackbrett nicht wegzudenken. Das Trio Anderscht bringt überraschende Stilrichtungen zusammen, sprengt stilistische Ketten, swingt im Blues, funkt im Appenzeller Stil, schwelgt in der Klassik oder rockt in den 70ern. Anderscht liebt musikalische Kontraste und zeigt, dass mit einem Appenzeller Hackbrett mehr möglich ist, als man von diesem Instrument erwartet.

 

 

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Doch was bunt gemischt erscheint, hat durchaus rote Fäden zu bieten, oder wer hätte gedacht, das sich beispielsweise der Kreis von Händel zur Gruppe Virtual Jazz Reality ganz natürlich schliesst?

Das Band der Improvisation in Londoner Bahnen
Es ist die Kunst der ungeplanten, sich neue Bahnen suchende musikalische Reise, welche einen der Grossmeister der Barockkomponisten und Ian Smith, den Trompeter und Spiritus Rector von Virtual Jazz Reality verbindet: Händel galt in London als einer der begnadetsten Improvisatoren auf der Orgel, derweil Ian Smith eine prägende Figur des London Improvisers Orchestra ist. Geniessen sie diese zwei wunderbaren musikalischen Mahlzeiten, Mr Handels Dinner mit dem „König der Blockflöte“ Maurice Steger am Samstag Abend, und zum musikalischen Brunch die aufregende und weltweit gefeierte Virtual Jazz Reality rund um Ian Smith!

Händel groovt – und ist „der grösste Komponist aller Zeiten“
Während das berühmte Zitat Ludwig van Beethovens den damaligen Stellenwert Händels eindrücklich dokumentiert, ist ein groovender Händel wohl eher überraschend: tatsächlich soll er zu seiner eigenen Musik mit seiner imposanten Perücke gewackelt haben, um das Publikum zum Mitgehen mit der Musik zu animieren. So schreibt es Steven Isserlis in seinem 2006 erschienenen Buch „Why Handel waggled his wig“ – ja genau, DER grosse Cellomagier Steven Isserlis, ist ein ebenso begeisterter Autor wie Musiker! Für Klosters hat er ein wunderbares Programmband zusammengestellt, welches Schumann’s „Neue Bahnen“–Zitat ganz direkt umsetzt und seine 2. Violinsonate auf die Cellobahn lenkt.

Hier gehts zu den Tickets für das Eröffnungswochenende

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Steven Isserlis © Satoshi Aoyagi
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Bei diesem Klosters Music Special wird nebst der klassischen Musik erstmals auch ein Jazz-Format ins Programm aufgenommen. Präsident Rolf Theiler erklärt:  «Unser Kern ist die klassische Musik. Mittelfristig möchten wir auch weitere Stile präsentieren und lassen diese Ideen nun ein erstes Mal in das Programm einfliessen.»

Gegründet 1993, gehört VJR zu den vielseitigsten und erfahrensten Bands der südafrikanischen Musikszene. Ihr Repertoire reicht vom Light Jazz bis hin zu hochmodernen virtuosen Eigenkompositionen. Dazu hat VJR mit zahlreichen bekannten Künstlern zusammengearbeitet, zum Beispiel mit Luciano Pavarotti, Jonathan Butler, Shirley Bassey, Liberace, Bono, Anastacia, Shakatak und vielen mehr.

Zusätzlich zu ihren Live-Auftritten unterrichten die Bandmitglieder bei verschiedenen Workshops an Schulen in Südafrika und leiteten für viele Jahre das «ArtsCape Youth Mentoring Programme».

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Unter dem Namen «Form & Klang» finden zwei eigentlich untrennbar miteinander verbundene künstlerische Disziplinen im Rahmen einer Matinée zusammen. In einem Gesprächskonzert erläutern der Schweizer Maler und Bildhauer Christian Bolt und der österreichische Komponist Wolfgang-Michael Bauer Querverbindungen zwischen Malerei, Bildhauerei und der Musik. Zusätzlich kommen die Besucher in den Genuss einer Einführung in das Nachlasswerk des Schweizer Malers Kurt Oskar Weber, welchem in den Ausstellungsräumen eine umfassende Werkpräsentation gewidmet sein wird.

Die beiden Künstler bieten einen spannenden Einblick in den Schöpfungsprozess ihrer Werke und stellen sich anschliessend auch den kritischen Fragen des Publikums. Dieses bekommt die Möglichkeit, sich ein Urteil über das Gesagte zu bilden: Ein Konzert mit verschiedenen Stücken von Wolfgang-Michael Bauer (allesamt Schweizer Uraufführungen) macht das Künstlergespräch zum Erlebnis.

11.00 Uhr
Vernissage und Einführung zur Ausstellung über Kurt Oskar Weber mit Andrin Schütz

Samstag, 27. Juli 2019
Atelier Bolt, Klosters
11.30 Uhr
CHF 180 inkl. Apéro riche
Musik: Antonia Rössler (Violine), Othmar Müller (Violoncello) and Alexander Rössler (Klavier)
Moderation: Andrin Schütz

Tickets hier bestellen

Trio Rössler Rössler Müller  (1)
Wolfgang, Andrin, Christian